Monatsrückblick Mai 2026: Unterwegs

Ja, in diesem Monat war ich ziemlich viel unterwegs … Eine kleine Reise war ebenso drin wie zwei Wanderungen im Umland. Und auch in Neuschwanstein war ich ein paar Ma.

Im Zug: Schweiz & Italien

Schon im Februar war ich zum ersten Mal auf Grand Train Tour of Switzerland. Also einer Reise durch die Schweiz per Zug über Panoramastrecken. Noch bevor ich diese überhaupt angetreten hatte, hatte ich bereits Pläne für ihre Fortsetzung. Denn vier Tage reichen natürlich nicht, um alle interessanten Strecken abzufahren. Insbesondere die Bernina- und Gotthard-Express-Routen konnte ich nicht mehr „mitnehmen“. Und dann gab es da so schöne Wanderungen bei Zermatt …

Die nächste Gelegenheit bot sich im Mai. Aber im Mai liegt in Zermatt oft noch Schnee, und der Bus zwischen Bernina und Gotthard fährt noch nicht. Und so kam dann doch wieder alles anders. Statt nach Zermatt fuhr ich ins Tessin und weiter nach Italien. Mailand, Bergamo und Verona. In Mailand war ich noch nie gewesen, in Verona einen Tag lang vor 20 Jahren. (Oper. Es war unglaublich heiß.)

Es war eine super Kombination. Von Schnee bis Sonne war alles dabei, dazu tolle Landschaften, Kunst, Architektur und hervorragendes Essen.

Chur war im Februar mein letztes Ziel gewesen und jetzt Ausgangspunkt. Eine echt nette kleine Stadt mit Bahnverbindungen durch ganz Graubünden. Die Strecke des Bernina Express habe ich „erlegt“ und dabei viel Schnee und viele Wolken gesehen. Für den Gotthard Express muss ich noch mal zurückkommen. Und für die Viamala-Schlucht! Und für so viele andere Orte, seufz!

Am Bernina-Pass.

Die Schweiz war natürlich ein teures Vergnügen. Nach vier Tagen Essen aus dem Supermarkt habe ich mich umso mehr auf Italien gefreut.

Ganz entspannt am Dom – Kiefer-Ausstellung im Palazzo Reale – auf dem Dach des Doms.

Mailand hat mir nicht so richtig gut gefallen. Ich fand die Stadt nicht schrecklich oder häßlich, fühlte mich aber auch nicht richtig angesprochen davon. Natürlich reichte meine Zeit auch nur für einen allerersten Eindruck. Leider hatte ich in Mailand auch den größten Reinfall seit langem in Sachen Unterkunft, das half auch nicht.

Aber Bergamo und Verona waren super. In Bergamo stoplerte ich aus Zufall in eine Führung in einem privaten Palazzo, der noch weitgehend im Originalzustand von vor mehreren Jahrhunderten ist. Wahrscheinlich haben wir weniger als 10 % der tatsächlichen Fläche des Gebäudes gesehen, aber es war sehr spannend. Auch wenn ich quasi nichts verstanden habe, denn die Führung war natürlich auf Italienisch.

Bergamo.

Und Verona war gleich so 😍. Vom Archäologischen Museum am römischen Theater war ich ebenso begeistert wie vom Palazzo Maffei. Für den Innenhof, in dem der angebliche Romeo-und-Julia-Balkon zu sehen ist, werden inzwischen 6 € Eintritt verlangt. Und die Leute bezahlen das auch noch!!! Unfassbar. Ich habe das Geld lieber in ein Eis investiert (oder drei).

Verona.

Alle drei Städte waren bereits voller Touristen. Ich will mir gar nicht vorstellen, was am Comer See losgewesen sein muss.

Spontan beschloss ich, im Sommer wieder nach Verona zu fahren: Ich habe mir zum Geburtstag Tickets für die Arena geschenkt. 🤩 Da wird es dann bestimmt total ruhig und entspannt. 😂

Im Bus: Neuschwanstein

Neues Schloss, neue Tour! Seit Mai bin ich jetzt ganz offiziell Guide für Tagesausflüge nach Neuschwanstein und Linderhof. Im Bus.

Im großen Bus mit bis zu 74 Gästen.

Die Reaktionen in meinem Umfeld: „Echt, das willst du machen?“ oder auch nur „Oh Gott!“ Das dachte ich auch lange. Bustouren waren immer eine Horrorvorstellung für mich. Ich erinnere mich noch mit Schrecken an einen Tagesausflug in den Westerwald, zu dem meine Großmutter mich als etwa 10-jährige mitnahm. Meine Güte, war das eine Qual.

Aber es macht echt Spaß. Und selbstverständlich bin ich ein viel besserer Guide als der Typ, der damals im Westerwald ins Mikro dröhnte. 😜

Vor meiner ersten eigenen Tour war ich natürlich ziiiiiemlich aufgeregt. Dann bekam ich auch noch einen Fahrer zugeteilt, der ebenso neu war wie ich. Schluck! Wir hatten wohl beide auf ein Gegenüber mit mehr Erfahrung gehofft! 😂 Aber es lief super. Wir haben niemanden verloren, und alle, die ins Schloss wollten, haben ein Ticket bekommen. 😅

Es lief so gut, dass ich sogar ohne Wartezeit direkt auf die Marienbrücke gehen konnte! Mit freundlicher Genehmigung der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Unterwegs fragten einige Gäste, ob ich wirklich ganz neu sei. Zum Schluss haben sie applaudiert. 😍 „You did great!“ Irgendwas habe ich wohl richtig gemacht.

Bei der nächsten Tour hätten wir in Hohenschwangau fast Gäste zurücklassen müssen. Die kamen einfach nicht zurück zum Bus, obwohl ich die Abfahrtszeit klar kommuniziert hatte. Irgendwo zwischen Parkplatz und Ortsausgang haben wir sie doch noch aufgegabelt.

Aber demnächst geht bestimmt mal was schief. Also: stay tuned.

Zu Fuß: Wandern

Seit ich beim DAV arbeite, komme ich kaum noch zum Wandern. Welch Ironie. Daran muss sich in diesem Jahr was ändern.

Am 1. Mai gingen Sabine und ich mit Hazel auf Wanderschaft. Ich konnte mich nur mit Mühe in den Zug quetschen, am Starnberger See war der Teufel los – kein Wunder bei dem schönen Wetter.

Sabine zeigte mir erstmal Ecken von Starnberg, in denen ich noch nie gewesen war. Ich wusste gar nicht, dass der Ort so groß ist! Das Haus von Jürgen Habermas haben wir auch gesehen.

Danach ging es abwärts in Richtung Maisinger Schlucht. Da war ich vor 20 Jahren zum ersten Mal, damals gemeinsam mit meiner Schwester auf der Flucht vor dem Oktoberfest. Es war echt ruhig. Natürlich haben wir uns verlaufen. Das ist uns damals immer passiert.

Diesmal war deutlich mehr los, aber wir haben uns nicht verlaufen. 😅

Hier war es noch schön ruhig …

Hazel war den ganzen Weg über in Topform und zog an der Leine, als hätte sie einen Braten gewittert. Trotz diverser Ball-werf-Stopps kamen wir schneller als erwartet in Maising an und fanden beide: Das ist einen Kaiserschmarrn wert.

Ein süßer Hund, ein leckerer Kaiserschmarrn, wie soll ich da nicht lachen? (Foto rechts: Sabine Beck)

Auch an Pfingsten war der Zug wieder voll. Na so was. 🙄 Diesmal landete ich im Murnauer Moos. Wollte ich schon lange mal hin.

Vielleicht war der Tag nicht besonders klug gewählt. 30 Grad, kaum Schatten. Ein Hoch auf breitkrempige Hüte.

Der Vorteil im Murnauer Moos ist: Man kann sich wirklich nicht verlaufen. Die Wege sind so breit, da müsste man schon sehr blöd sein, um davon abzukommen. Und während man so herumläuft, sieht man sehr schön, wie sich die Vegetation verändert.

Was sonst noch los war

Nix. 😂

Im Mai gebloggt

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