Monatsrückblick Juni 2026: Es war heiß

Der Juni war vor allem: heiß. Ich bin ganz erstaunt, was ich trotzdem geschafft habe.

Die Reise des Monats führte mich nach Frankfurt, aber exotischer war Niederbayern 😂. Ich habe Bücher verkauft, Führungen gegeben, Eis gegessen und geschwitzt.

Frankfurt

Frankfurt zählt nicht zu meinen Lieblingsstädten in Deutschland. Ich habe früher einfach zu viele Umstiege am Hauptbahnhof gehabt. Damals, als der noch so richtig fies war. Inzwischen geht es ja.

Trotzdem fahre ich nur in Ausnahmefällen und eher widerwillig dorthin. Jetzt war mal wieder so ein Ausnahmefall, denn im Museum Städel wurde die Ausstellung „Monets Küste“ gezeigt. Eigentlich eine Mogelpackung: Es ist gar keine reine Monet-Ausstellung. Aber der Name zieht natürlich.

Es gab aber dennoch einiges von Monet zu sehen. 😉

Und so war es nicht nur im Zug voll (ein Zugteil fehlte komplett), sondern auch im Museum. Das machte den Besuch recht anstrengend. Aber die Kunst – Darstellungen der Felsen von Etretat sowie vereinzelt auch anderer Motive aus der Gegend – war toll.

Für nur eine Ausstellung ist die Fahrt nach Frankfurt zu lang. Deshalb fuhr ich am nächsten Tag nach Glauburg. Am dortigen Glauberg – Teil von Europas größtem erloschenen Vulkanmassiv und schon allein deshalb total interessant – wurden Keltengräber gefunden.

Fast wäre aus dem Besuch nichts geworden. Ich musste zweimal umsteigen und habe beide Male den Anschluss verpasst. 😵‍💫

Unfreiwilliger Aufenthalt in Nidderau. Statt die Landrover Defender zu zählen, habe ich lieber mit meiner Schwester telefoniert.

Vom Bahnhof Glauburg-Glauberg aus geht es dann eine halbe Stunde lang zu Fuß durch die Felder hin zum Museum „Keltenwelt am Glauberg„. Das war schon ganz wunderbar wegen der tollen Mohnblumen. Außerdem flog ein Storch direkt an mir vorbei. In der Gegend waren sowieso ganz viele Störche unterwegs.

Am Glauberg kann man zwei Sachen machen: ins Museum gehen oder den Außenbereich und das Plateau besuchen. Ich machte natürlich beides.

Drinnen die riesige Statue, die hier gefunden wurde, draußen viel Natur und Ruinen.

Nach der Führung durch die umfangreiche Dauerausstellung brauchte ich erstmal ein Stück Kuchen (und bekam ein sehr nettes Kompliment für meine Halskette 😁). Derart gestärkt brach ich zum Plateau auf.

Hier führt ein ausgeschilderter Keltenpfad vorbei an verschiedenen Ruinen – denn der Glauberg war auch mal dicht besiedelt. Davon ist nicht mehr viel zu spüren. Außer mir war kaum jemand unterwegs. Es war richtig schön. Ein sehr entspannter Spaziergang mit mehreren Pausen auf den Bänken, die so großzügig über das Gelände verteilt sind.

Frankfurt kann also auch echt angenehm sein.

Bücher mal wieder

Buch, die 1.: STROUX edition hat mit Mittelberge von Kerstin Specht ein Buch herausgebracht, dass ich nicht korrekturgelesen habe. 🤯 Im Literauthaus wurde es vorgestellt. Volles Haus trotz tropischer Temperaturen.

Hier schwitzen gleich Kerstin Specht und Fridolin Schley im Scheinwerferlicht.

Buch, die 2.: Beim diesjährigen Buchfest konnte ich nur nachmittags dabei sein, weil ich zuvor noch eine Führung hatte (s. „Brauertag“ ⬇️
). Und obwohl das Buchfest, anders als die Brauer, nicht mit Freibier aufwarten konnte, war es trotz der Temperaturen ganz gut voll. An meinen Verkaufrekord vom Vorjahr bin ich leider nicht herangekommen, aber ein paar Büchern konnte ich doch ein neues Zuhause verschaffen.

Niederbayerische Landpartie

Seit einigen Monaten übernehme ich gelegentlich die Gästebetreuung für einen amerikanischen Luxusreiseveranstalter. Meistens hole ich die Leute nur von Flughafen ab, aber jetzt durfte ich mal „ins Feld“. An einem Sonntag begleitete ich eine amerikanische Familie zur Einschiffung für ihre Donaukreuzfahrt.

Eigentlich hatte ich mir den Tag etwas anders vorgestellt. Denn ursprünglich sollten sie in Regensburg aufs Schiff gehen. Super, dachte ich, danach kann ich noch in der Stadt ein paar Fotos für den nächsten Blogartikel machen.

Doch dann kam die Nachricht, das Schiff fahre nun doch in Engelhartszell ab. Wo das liegt, musste ich erstmal nachsehen. In Österreich, nur ein kurzes Stück flussabwärts von Passau. Und die Familie wolle erst um 13:30 Uhr in München abfahren.

Na gut, dann also keine Bilder von Regensburg.

Sondern Bilder von der schönen, heute aber gar nicht blauen, Donau.

Stattdessen gondelten wir in drei Stunden über Autobahn und Landstraße zur Donau. Lieferten die Familie ab – der kleine Sohn litt auf den letzten Kilometern an heftiger Übelkeit, berappelte sich aber nach der Ankunft in kürzester Zeit wieder. Fuhren über Passau zurück zur Autobahn – und landeten im Stau. Da der Fahrer sowieso Pause machen musste, fuhren wir am nächsten Parkplatz raus. Und, welche Wunder, dort eröffnete sich uns ein Ausweg. Denn dort war ein Weg der Autobahnmeisterei zugänglich. Und über diesen der Zugang zu den niederbayerischen Landstraßen.

Am Rastplatz.

Bis wir wieder in München waren, dauerte es noch ewig. Aber ich habe Ecken des mir ohnehin eher unbekannten Niederbayern gesehen, in die ich sonst niemals gekommen wäre. Und in denen auch wirklich kein Mensch auf der Straße war.

Was sonst noch los war

Endlich den in Italien gekauften Parmesan ausgepackt und ganz schön gestaunt: Warensicherung jetzt schon am Käse??


Erste eigene allgemeine Stadtführung gehalten!

Meine Gäste waren eine sehr nette amerikanische Familie mit vier Kindern. Letzteren war anzusehen, dass sie diese Aktivität nicht für die beste Wahl hielten. 😂 Aber die armen Mäuse waren auch ziemlich müde, da sie erst am Morgen aus den USA angekommen waren.

Nach einem Käsesandwich am Viktualienmarkt stieg die Laune. Später konnte ich sie auch noch in die Welt des Flammbrots einführen.


Food Tour unter verschärften Bedingungen: Es war Brauertag in München. Super, um die ganzen Gespanne zu sehen. Weniger super, wenn man seinen Gästen versucht zu erklären, was sie auf dem Marienplatz sehen könn(t)en.

Ende des Monats war auch noch Christopher Street Day mit 500.000 erwarteten Gästen. Da bin ich gleich zuhause geblieben. Es war ohnehin viel zu heiß.


Backwaren gerettet und dabei u. a. dieses wunderschöne Croissant bekommen. Nicht nur sind die einzelnen Teigschichten ganz toll zu sehen, drinnen wartete auch noch ein Füllung aus Himbeere und Vanillecreme auf mich.

War nicht das einzige Highlight dieser Tüte. Claude & Julien, für alle, die auch mal probieren wollen.


Ballett im Prinzregententheater: Konstellationen. Sechs Stücke wurden gegeben. Wir waren nicht immer einer Meinung über die einzelnen Teile, aber insgesamt war es ein super Abend.


Kaum war das überstanden, lauerte schon die nächste Veranstaltung. Bei über 30 Grad quetschten T und ich uns am Marienplatz in die überfüllte U-Bahn … denn The Weeknd spielten in der Allianz Arena. Da wollten wir aber nicht hin. Wir wollten zur Eisverkostung in die Alexander-Tutsek-Stiftung!

Äh, Moment, Korrektur. Wir wollten natürlich zu einer Lesung zum Thema Eis.

Bei „Eis bei 760° C“ (der Titel war an diesem Abend in wahrsten Sinne des Wortes Programm, draußen fühlte es sich an wie 760°) ging es um die Kulturgeschichtes des Eises. Dass es dazu noch eine Verkostung gab, hat bestimmt niemanden abgeschreckt. Wir durften sogar gleich dreimal kosten! 😍

Das 760°-Eis (aus Glas), das deutlich kältere Eis (neue Lieblingssorten: Himbeere mit Rosmarin und Blutorange) und zwei Grazien in der Ausstellung.

Das Eis kam von Jessas. An dem Laden bin ich schon x-mal vorbeigelaufen, war mir aber nie so ganz sicher, ob die Warteschlangen einem Hype oder der Qualität geschuldet waren. Jetzt weiß ich es: Es liegt an der Qualität.

Mit fünf Kugeln im Bauch machten wir uns schließlich auf dem Heimweg. Es fühlte sich an wie Sommer in Spanien.

Abendstimmung über der Autobahn.

Zum ersten Mal beim Filmfest.

T hatte aus Versehen ein Ticket zu viel für die Deutschlandpremiere von Identitti gebucht. Der Kinosaal war klimatisiert, was bei 36 Grad Außentemperatur sehr willkommen war.

Der Film selbst hat mir ok gefallen. Streckenweise fühlte ich mich sehr an meine eigenen Uniseminare erinnert.

Im Juni gebloggt

Hardcore Neuschwanstein!

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