Welcher andere Titel wäre heute auch infrage gekommen? Zum ersten Mal seit fast 30 Jahren gibt es in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Ich habe natürlich wieder als Letzte etwas davon mitbekommen. Eine Brille habe ich auch nicht besorgt.
Aber zunächst beginnt der heutige Tag angenehm kühl mit Frühstück auf dem Balkon. 14 Grad zeigt mir Google an? Naja, ein bisschen wärmer ist es wahrscheinlich schon. Im Laufe des Tages wird sich die Temperatur auch noch stark ändern.
Auf in den Tag.

Die Fahrt in die Arbeit verläuft komplikationsfrei. Eigentlich erstaunlich. Neulich habe ich gelesen, dass es in München 3000 aktive Baustellen gibt.

Die Rolltreppe ins Glück: Denn seit Neuestem gibt’s hier auch Dosas zum Mitnehmen.

Aber noch wird nichts verkauft, obwohl Dosas in Südindien typischerweise zum Frühstück gegessen werden. Also weiter in Richtung Museum.
Das Schönste an einem solchen Tag ist immer das Lichtspiel in den Bäumen an der Isar.

Schon von weitem sehe ich mehrere Fahrzeuge und zahlreiche Menschen am Kanal. Wenn so ein Einsatzfahrzeug direkt vor dem Museum steht, denke ich ja immer, jetzt ist doch was passiert. Heute üben aber nur die Tauchergruppe der Polizei und die Feuerwehr gemeinsam. Was eigentlich genau? Kann man hier überhaupt noch tauchen? Der Wasserstand ist so niedrig, dass wahrscheinlich selbst ich hier jemanden retten könnte.

An einem der sichersten Arbeitsplätze Münchens mache ich mich wieder an die Einrichtung von Buchungsformularen für unsere Museumsführungen. Das beschäftigt mich jetzt schon seit Monaten. Immer, wenn ich denke, ich sei am Ziel, zeigt sich wieder ein anderes Problem. Gestern hatte ich allerdings endlich mal einen Durchbruch. Bilde ich mir zumindest ein.
Mittags stelle ich fest, dass ich vergessen habe, mein Mittagessen einzupacken. Ein bisschen was von gestern ist noch im Kühlschrank in der Personalküche.

Das reicht natürlich nicht, also müssen der Kollege und ich leider, leider noch ein Stück Kuchen essen.
Kurz darauf bekomme ich Post auf WhatsApp. Ein alter Schulfreund schickt mir zwei Fotos eines Autos. Kurz darauf sind sie gelöscht. Das kann nur eines bedeuten … er wollte mir nicht die Überraschung verderben!

Etwas enttäuscht setze ich mich wieder an die Formulare und schließlich noch an die Texte für unsere neue Ausstellung. Hier bin ich mit Unterstützung von Deepl für die Übersetzung ins Englische zuständig.

The end of my journey, indeed. Schon wieder Überstunden gemacht. Jetzt aber raus aus dem Büro. Ich muss noch was abholen.

Und Schilder wie dieses sind der Grund, warum man in der U-Bahn mal vom Handy hochschauen sollte. „Wenn Sicherheit keine Option ist“. Und Sinn auch nicht.

Was habe ich denn eigentlich abgeholt? Eine Tüte Backwaren. „Essen Sie Schweinefleisch?“, hat mich die nette Dame im Café gefragt. „Nein“, habe ich gesagt. Und dann doch die Breze mit Schinken bekommen.

20 Uhr, draußen wird laut gegackert, also tut sich da wohl was bei der Sonne. Ich gehe jetzt auf die Yogamatte, und somit bleibt mein einziges Bild von der Sonnenfinsternis dieses:

Die nächste partielle Sonnenfinsternis ist ja schon im kommenden August …