12 von 12 – Februar 2024: On the Road Again

In der Ruinen der Johanneskirche in Selçuk.

Mein erstes Unterwegs-12-von-12! Ich bin gerade in der Türkei und klappere ein paar antike Stätten ab. Begonnen habe ich in Pergamon, dem heutigen Bergama, gefolgt von Izmir. Izmir ist leider nicht die schönste Stadt, die ich je gesehen habe. Daher tat es mir auch nicht so leid, heute abfahren zu müssen. Insbesondere nicht, weil es nach Ephesos geht.

Es geht los! Von der U-Bahn-Station Basmane ist man tatsächlich innerhalb weniger Minuten am Bahnhof. Das gelbe Bahnhofsgebäude wird leider gerade renoviert.
Izmir hat über vier Millionen Einwohner, der Bahnhof hat drei Bahnsteige.
2 € kostet die Fahrt nach Selcuk. Die Platzreservierung ist im Preis inbegriffen. Hallo, DB?? Fahrkartenautomaten gibt es allerdings nicht. Man muss zum Ticketschalter und als Ausländer den Pass vorlegen.
Auf die Sekunde genau abgefahren, pünktlich angekommen: Der Zug nach Isparta abfahrbereit im Bahnhof von Selçuk. Mein Hotel ist nur ein paar Schritte entfernt.

Die Bahnstrecke Izmir – Selçuk (und darüber hinaus), so erzählte mir meine neue Bekanntschaft Ali, war übrigens die erste in der (heutigen) Türkei. Die Briten haben sie damals gebaut, um Baumwolle, Tabak und Mais zum Hafen transportieren zu können. Die Briten waren auch federführend bei den Ausgrabungen von Ephesus, während ihre großen Konkurrenten, die Deutschen, sich auf Pergamon stürzten.

Später waren auch die Österreicher archäologisch aktiv. So gibt es in Wien ein Ephesos-Museum der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums Wien. Wusste ich bislang auch noch nicht. Wird Zeit, mal wieder nach Wien zu fahren.


Manchmal fragt man sich ja, ob Ruinen mitten in einer modernen Stadt echt sind oder einfach für Touristen hingebaut wurden. Aber das sind tatsächlich die Überreste des byzantinischen Aquädukts.
Erstes Besichtigungsziel heute: die Johanneskirche. Das war eine der sieben Kirchen der Offenbarung. Eine andere habe ich mir schon vor knapp zwei Jahren in Laodiceia angesehen. Unter der Kirche soll das Grab des Apostels Johannes liegen.
Offensichtlich reise ich ohne Drei-Wetter-Taft. Es war heute echt windig.
Kaum Touristen = super Gelegenheit, mit der Timerfunktion der Kamera herumzuspielen. In zwei bis drei Jahren habe ich das mit den Influencerfotos sicher endlich drauf.
Weiter ins Archäologische Museum. Artemis war hier ganz groß; es gab einen riesigen Tempel, von dem heute leider kaum noch etwas übrig ist. Das ist eine der beiden großen Statuen aus diesem Tempel.
Abends in town: Im Gegensatz zu Bergama ist Selçuk fast schockierend touristisch. Mit Nachtleben ist im Februar allerdings noch nicht viel.
Abendessen in der Locanta um die Ecke. Einfach und soooo lecker.
Zum Schluss – natürlich – ein Tee und dann schnell vor dem Gewitter zurück ins Hotel.

6 Kommentare

  1. Liebe Julia,
    Das sind sehr interessante Eindrücke aus der Türkei! 3 Bahnsteige bei 4 Millionen Einwohnern ist überraschend wenig. Ich schaue immer, dass ich für 12 von 12 unterwegs bin – das macht einfach Spaß.
    Liebe Grüße,
    Angelika

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