Monatsrückblick August 2023 – Geburtstage, Bloggen, Soziales & Kultur

Monatsrückblick August 2023

Plötzlich ist der Monat rum, und Du fragst Dich, wo der eigentlich geblieben ist. So ging es mir im August.

Geburtstage

Der August ist bei uns in der Familie immer ein ganz spezieller Monat. Denn wir haben gleich drei Geburtstage: erst ich, dann mein Stiefvater, zuletzt meine Schwester. Früher war das natürlich aufregender als heute, wo wir alle weit voneinander entfernt leben. Hoffentlich schaffen wir es, uns im September zu treffen und „nachzufeiern“. Das werden immer wilde Partys: Abendessen beim Italiener oder so.

Bloggen

Nun war dieser August ja entweder zu heiß, um sich vor die Tür zu bewegen, oder zu kalt. Daher konnte ich endlich die Zeit für sinnvolle Dinge nutzen und ein paar vergangene Reisen verbloggen. Georgien habe ich schon geschafft (in insgesamt sechs Artikeln), Island Teil 1 steht (Teil 2 folgt), Türkei und USA sind in Arbeit.

Bündel von Estragon in einem Supermarkt.
Estragon im Supermarkt = Georgien-Flashback.

Die Reise-Texte sind eigentlich immer schnell geschrieben. Aber dann kommen noch Fotos dazu. Die sind nun leider wirklich der größte Zeitfresser. Auswählen, sortieren, auf die richtige Größe bringen, einfügen, ärgern, dass die Galerie-Vorlage wieder alles anders arrangiert, als ich es haben will – ich finde das wirklich anstrengend. Inzwischen werde ich schon strategischer in der Auswahl. Das Foto ist schön, aber im Querformat? Passt hier leider nicht, next.

Tja, überhaupt das Bloggen. Der Blog Bang Kurs ging im Juli zu Ende. Jetzt bin ich in The Content Society, also quasi im Promotionsstudium. Ich bin schon sehr gespannt, was mich da im kommenden Jahr erwartet.

Das erste Wochenthema war „5 Tipps, warum ich ___ empfehle“. Da musste ich wieder ewig überlegen, bis mir was ganz Naheliegendes einfiel. Es entstand Why Exporters Should Get In-Market Advice: My 5 Top Reasons. Das war ja was, was ich im Konsulat potentiellen Kunden immer gepredigt habe, und womit ich häufig auf taube Ohren stieß.

Zweites Thema: ein Geständnis. Das passte gut zu einem Thema, das ich schon lange schriftlich angehen wollte: Warum ich, ja, sogar ich, manchmal doch in der Gruppe reise.

Drittes Thema: ein Interview. Tja. Das wird noch ein bisschen warten müssen.

Im September droht der SEO-Fokus. Suchmaschinenoptimierung, bin ich ja schon dran. Aber so richtig glücklich kann ich mein Plugin Yoast SEO noch nicht machen. Jetzt gibt es also die Rosskur mit Google Analytics und Search Console. Ich habe mich schon mal an die Kursmaterialien herangestastet. Es dauerte keine fünf Minuten, bis ich befand, der ideale Zeitpunkt für das Mittagessen sei gekommen. Ich weiß jetzt auch nicht, was mich so reagieren lässt. Bislang habe ich die Technik ja ganz gut hinbekommen. Wird sicherlich noch interessant. Im zweiten Anlauf habe ich es nun auch geschafft, ein Google Analytics Konto für meine Website einzurichten.

Soziales & Kultur

Ein buntes Getränk auf einem Restauranttisch.

Für das Sozialleben musste wieder Silke herhalten. Eigentlich wollten wir ein israelisches Lokal ausprobieren, aber die machten erst abends auf. Also landeten wir statt dessen beim Vietnamesen. Krass, wenn man sich überlegt, dass es vor ein paar Jahren noch gar keine vietnamesischen Restaurants in München gab. Heute sind sie gefühlt überall. Dieses war in Ordnung. Nicht die absolute Geschmacksexplosion, aber knackiges Gemüse und guter Tofu. Bunte Getränke gab es natürlich auch wieder.

Zudem fassten wir den kühnen Plan, „Barbie“ im Kino anzusehen. Diesen setzten wir sogar in weniger als einer Woche in die Tat um. Das ist in unserem Alter (kicher) ja nicht mehr selbstverständlich.

Ich bin gerne im Kino, aber in den letzten Jahren gehe ich kaum noch. Zuletzt war ich in „Triangle of Sadness“, und auch nur, weil Freunde mir den dringendst empfohlen hatten. Davor in „Knives Out“, ja, die zeitliche Lücke ist erheblich.

Zwei Kinokarten für den Barbie-Film.
Barbie, here we come!

Barbie war natürlich ein ganz anderes Kaliber. Ich fand den Film super. Er war wesentlich besser, als ich das jemals vermutet hätte. Ich hatte eigentlich eine Dauerwerbesendung für Mattel erwartet, die mit etwas Glück ganz unterhaltsam wird. Statt dessen gab es einen echt starken Einstieg – kleine Mädchen, die Puppen zertrümmern?? – und erstaunlich viel Kapitalismuskritik und Eigenironie. Auch Mattel selber wurde ganz schön hochgenommen, ich sage nur „rein männlich besetzter Vorstand“ und „toxisch-durchgeknallte Führungskultur“. Ich muss mir den bei Gelegenheit nochmal ansehen. Da steckt noch eine ganze Menge Subtext drin. Herrlich, ich fühlte mich wie in der Uni bei der Textanalyse. Richtig lustig war er übrigens auch.

(Kaum aus dem Kino raus, grinste uns der bayerische Ministerpräsident von der Litfaßsäule an, leider völlig unironisch. Die Landtagswahl naht.)

Am nächsten Tag unterhielt ich mich beim Yoga mit einer Frau, die dem Film gar nichts abgewinnen konnte. Lustig fand sie ihn auch überhaupt nicht. So unterschiedlich können die Reaktionen sein.

Ein mit sehr viel frischer Minze dekoriertes Getränk auf einem Restauranttisch.

Nach so einem Film (und so viel pink) konnten wir natürlich nicht einfach nach Hause gehen. Also ab ins Glockenbachviertel, wo wir abermals bei einem Vietnamesen landeten. In meinem Getränk war so viel Minze, dass ich es mehrmals für Tischdeko hielt und schon nach Silkes Weinglas greifen wollte…

Das Beste kommt zum Schluss: Der neueste Titel bei STROUX edition erscheint in Kürze. „Ein Bungalow“ von Inghill Johansen kommt ganz leise daher, hat es aber in sich. Im Frühsommer durfte ich schon Korrektur lesen, jetzt ging das Buch in Druck. Es liest sich schnell, aber wie die norwegische Rezensentin sagt, lohnt es sich, sich Zeit zu lassen. Es geht hier – nicht nur – um ein altes, verfallendes Haus. Klare Empfehlung. Nicht nur, weil ich mich mit alten, verfallenden Häusern immer identifizieren kann.

Das Cover des bald auf Deutsch erscheinenden Romans "Ein Bungalow" von Inghill Johansen.
Bald beim Buchhändler Ihres Vertrauens…

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