Sonntag im Juli, es wird heiß, ich habe Husten.
Das ist die Kurzfassung.
Immerhin fängt der Tag vielversprechend an. Um kurz nach 7 Uhr morgens ist es noch schön kühl. Eigentlich sollte ich heute eine Tour leiten, die konnte ich aber zum Glück abgeben.
Statt in die Stadt zu eilen, frühstücke ich in aller Ruhe auf dem Balkon.

Um 9 Uhr ist Yoga. Eigentlich ist das Ingrids Stunde, aber sie hat in diesen Tagen Geburtstermin. Wie aufregend! Ich freue mich sehr für sie, hoffe aber gleichzeitig auch, dass sie bald wieder auf die Matte zurückkehrt. (Bin mir nicht ganz sicher, ob das ihren Plänen und Vorstellungen entspricht … 🤔)

Direkt nach dem Yoga fühle ich eigentlich bereit für das Mittagessen. Aber erstmal steht Spülen an. Seufz.

Zu Mittag gibt es dann Baguette mit Käse, äh, ich meine „au fromage“. Mit Honig und Feigen schmeckt es gleich noch mal besser.

Nach dem Mittagessen ist vor dem Abendessen, also mache ich mich an die Vorbereitungen.

Fertig! Es gibt Kisir.

Auf dem Balkon ist es inzwischen brüllend heiß. Wie jedes Jahr überlege ich, ob ich mir nicht doch mal eine Markise gönnen soll. Der einzelne Sonnenschirm bringt es irgendwie nicht …
Ich vertreibe mir die Zeit mit Recherche. In diesem Jahr habe ich so gar keine Ideen für eine „große“ Reise. Aber ich habe Urlaubstage! Also spiele ich ein paar Optionen durch.

Zwischendrin schaue ich in mein Webmail und finde mehrere absolut seriöse Kooperationsanfragen vor. Z. B. diese hier, total spezifisch, ich sage sofort zu.

Aber es gibt auch eine Anfrage von einer Sugar-Dating-Plattform. Sugar-Dating!!!! Excuse me?? Die Plattform findet, dass „sich unsere Zielgruppen in mehreren Bereichen überschneiden“. Da ist mir aber etwas entgangen. 😵💫
Aber vielleicht sehe ich das auch alles zu eng. Denn wer reisen will, braucht bekanntlich Geld. Da könnte ein Sugardaddy helfen. Und außerdem, das Blogpotential! Reihenweise neue Themen fallen mir ein: „Die 10 besten Orte, um einen Sugardaddy kennenzulernen“ oder „Wohin lädt er mich als nächstes ein? Traumreiseziele mit deinem Sugardaddy“.
Vielleicht zahlen die mir sogar die Recherchereisen??
An dieser Stelle erinnere ich an mein nach wie vor buchbares Angebot Urlaubs-Outsourcing. Ideal für alle, die aufstrebende Reisebloggerinnen unterstützen, aber kein Sugardaddy sein wollen.
Am späteren Nachmittag entscheide ich mich, erschöpft von derart vielem Nachdenken, doch noch an den Starnberger See zu fahren.

Der Aufenthalt wird zusätzlich dadurch versüßt, dass es auch in Starnberg ein „Schwester-Café“ zu meiner geliebten Gans am Wasser gibt, hier Ganz am Ufer. (Warum mit Z?? Kapieren die Starnberger keine Wortspiele?) Außerdem spielt im Rahmen des Kultursommers gerade eine Band.

Noch ein bisschen Spazierengehen und die Sonne genießen. Wie angenehm die sein kann, wenn es nur 28 Grad hat und nicht 36!

Die Rückfahrt schließlich klappt so reibungslos, dass ich schon misstrauisch werde. Eigentlich geht auf der Linie doch immer was schief. Doch so sitze ich schon bald doch noch auf meinem – inzwischen angenehm temperierten – Balkon und blogge über meinen aufregenden Tag.
