12 von 12 – April 2026: Kunst im Nebel

Ein 11 von 11 wäre besser gewesen. Denn gestern lachte hier die Sonne. Heute – nicht. Das eigentlich übliche erste Bild mit Blick in den Himmel entfällt daher aus Rücksicht auf die Leserschaft. Wir beginnen stattdessen positiv.

Wenn schon die Sonne nicht strahlt, dann wenigstens die Suppe, die ich zum Frühstück esse.
Als zweites Frühstück nehme ich mir die Brioche vor, die ich gestern gerettet habe. Natürlich habe ich eine mit Rosinen bekommen. Eine mit vielen Rosinen.

Derart gestärkt kann es losgehen. Mir wurde jetzt von mehreren Seiten gesagt, ich sollte mehr Zeit in der Natur verbringen und mich mehr bewegen. Also mache ich einen Ausflug.

Zuerst hatte ich überlegt, an den Tegernsee zu fahren und ein bisschen zu wandern. Aber bei dem Wetter macht das auch keinen großen Spaß. Vielleicht Schloss Schleißheim? Schließlich entscheide ich mich für Kochel am See. Im Franz-Marc-Museum geht heute die Ausstellung „Wilde Farben, freier Geist. 120 Jahre Künstlergruppe Brücke“ zu Ende.

Willkommen am NHOF.

Der Zug ist wie immer ziemlich voll. Vor mir sitzen vier Leute aus einer Wandergruppe. Alle wissen alles ganz genau und vor allem besser als die anderen. Es ist kaum auszuhalten. In Bichl steigen sie aus. Mir schwirrt der Kopf.

Zwei Halte weiter sind wir in Kochel. Es nieselt. Ich muss mich stark beherrschen, um nicht direkt in das erste Café zu gehen.

In Kochel grüßt allgemeine Tristesse.

Was mich bei Kochel immer wieder so fertigmacht, ist die Verkehrsdichte in diesem kleinen Ort. Viel Glück beim Überqueren der Hauptstraße. Der Weg zum Museum führt zum Glück die Nebenstraßen entlang.

Das Schöne am Zugang zum Museum ist, dass dieser durch einen kleinen Wald führt. So kann ich mir einreden, doch gewandert zu sein.
Sonderausstellung und Sammlung enttäuschen wie immer nicht. Zwischendurch mache ich eine kleine Pause, um den Blick auf den See und das Bergpanorama zu genießen. 😜
Und dann mache ich noch eine große Pause, um das Essen im Museumscafé zu genießen. Der Saft schmeckt hervorragend.
Kunst macht alles besser, wie man sieht. Am Nachmittag klart es etwas auf. Für einen Spaziergang am See reicht es aber dennoch nicht.
Dafür sehe ich diese fotogen eingeregneten Magnolienblüten.

Am Bahnhof angekommen, bin ich ganz schön durchgefroren. Mehr als 10 Grad haben wir draußen nicht. Natürlich habe ich keine Handschuhe dabei. Gestern war es schließlich schon fast Sommer!

Zum Glück steht der Zug nach München schon da. Ein Hoch auf meine Thermosflasche. Den Tee kann ich jetzt gut gebrauchen.

Auch bei der Rückfahrt ist der Zug voll. Wo kommen die Leute alle her?? Heute kann man nicht mal den Wanderern und Bikern die Schuld geben.

Unterwegs kriege ich auch wieder eine Verbindung zu meiner Mailbox hin. In Kochel wollte das nicht funktionieren. Mittags hat Sabine angerufen, das habe ich gar nicht mitbekommen. Wir bringen einander auf den neuesten Stand, während ich koche.

Abendessen braucht der Mensch natürlich auch.
… und das wird auch noch für ein, zwei weitere Mahlzeiten reichen.

Yoga fällt kurzfristig aus, also nutze ich die Zeit zum Aufräumen. What a day. 🥴

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