Ein 11 von 11 wäre besser gewesen. Denn gestern lachte hier die Sonne. Heute – nicht. Das eigentlich übliche erste Bild mit Blick in den Himmel entfällt daher aus Rücksicht auf die Leserschaft. Wir beginnen stattdessen positiv.


Derart gestärkt kann es losgehen. Mir wurde jetzt von mehreren Seiten gesagt, ich sollte mehr Zeit in der Natur verbringen und mich mehr bewegen. Also mache ich einen Ausflug.
Zuerst hatte ich überlegt, an den Tegernsee zu fahren und ein bisschen zu wandern. Aber bei dem Wetter macht das auch keinen großen Spaß. Vielleicht Schloss Schleißheim? Schließlich entscheide ich mich für Kochel am See. Im Franz-Marc-Museum geht heute die Ausstellung „Wilde Farben, freier Geist. 120 Jahre Künstlergruppe Brücke“ zu Ende.

Der Zug ist wie immer ziemlich voll. Vor mir sitzen vier Leute aus einer Wandergruppe. Alle wissen alles ganz genau und vor allem besser als die anderen. Es ist kaum auszuhalten. In Bichl steigen sie aus. Mir schwirrt der Kopf.
Zwei Halte weiter sind wir in Kochel. Es nieselt. Ich muss mich stark beherrschen, um nicht direkt in das erste Café zu gehen.

Was mich bei Kochel immer wieder so fertigmacht, ist die Verkehrsdichte in diesem kleinen Ort. Viel Glück beim Überqueren der Hauptstraße. Der Weg zum Museum führt zum Glück die Nebenstraßen entlang.





Am Bahnhof angekommen, bin ich ganz schön durchgefroren. Mehr als 10 Grad haben wir draußen nicht. Natürlich habe ich keine Handschuhe dabei. Gestern war es schließlich schon fast Sommer!

Auch bei der Rückfahrt ist der Zug voll. Wo kommen die Leute alle her?? Heute kann man nicht mal den Wanderern und Bikern die Schuld geben.
Unterwegs kriege ich auch wieder eine Verbindung zu meiner Mailbox hin. In Kochel wollte das nicht funktionieren. Mittags hat Sabine angerufen, das habe ich gar nicht mitbekommen. Wir bringen einander auf den neuesten Stand, während ich koche.


Yoga fällt kurzfristig aus, also nutze ich die Zeit zum Aufräumen. What a day. 🥴