Nepal IV: Tempel und Paschmina in Kathmandu & Patan

All good things must end, auch diese Reise. Von Chitwan aus fuhren wir, kaum dass die Sonne unter- und wieder aufgegangen war, zurück nach Kathmandu. Hier standen letzte Besichtigungen auf dem Programm, bevor meine Mitreisenden ihre Heimflüge antraten. Ich blieb noch zwei Tage länger, um meinen Urlaub in Kathmandu und Patan ausklingen zu lassen.

Die größte Anstrengung bei dieser Reise war wirklich die ewige Fahrerei. Und dazwischen so wenig „Ruhetage“, dass sich der Körper kaum regenerieren konnte. Im Grunde hätte ich nach den zwei Wochen Nepal noch mindestens eine weitere Woche gebraucht, um wieder zu mir zu kommen. Und um noch mehr ansehen zu können.

Schon wieder Highway

Irgendwie hatte ich Wahnvorstellungen gehabt, dass wir die Fahrt nach Kathmandu im Rekordtempo absolvieren würden. Weit gefehlt. Schon die Strecke nach Mugling zog sich wie Melasse. Es gab viel mehr (LKW-) Verkehr als bei der Hinfahrt.

Blick in die Landschaft entlang der Straße nach Mugling, Nepal.
Auf dem Weg nach Mugling.

Zudem war der Byway, die schöne Nebenstraße, wegen Reparaturarbeiten geschlossen. Wir krochen also die ganze Strecke über den Highway. Kurz vor Kathmandu erwartete uns auch noch ein Bergpass. Dieser wird schon bald durch einen Tunnel ersetzt, aber wir durften uns noch die Serpentinen hochquälen.

Etwas bessere Sicht später auf dem Highway nach Kathmandu.

Als dieser (grundsätzlich sehr reizvolle) Pass überwunden war, eröffnete sich uns das Kathmandu-Tal mit der Hauptstadt. Ahhhh, wir sind da! Trotzdem ist Kathmandu jetzt nicht die schönste Stadt, die ich je gesehen habe. In Dhulikhel hatten wir ein deutsches Paar getroffen, das mehrere Wochen in einem Krankenhaus mitgearbeitet und dementsprechend viel Zeit in der Hauptstadt verbracht hatte. Sie waren ganz begeistert. Ich jetzt weniger. Vielleicht – und das gilt für die ganze Reise – fehlte mir einfach die Zeit, um einen Zugang zu finden.

Pashupatinath

Bei Ankunft waren wir ganz im Westen, unser Hotel und unsere Tagesbesichtigungen aber im Osten. Wir verbrachten gefühlte drei Stunden auf der Ringstraße, bevor wir endlich in Pashupatinath ankamen.

Pashupatinath ist einer der wichtigsten Hindutempel Nepals. Hier wird besonders Shiva verehrt. Ein erster Tempel wurde wohl schon im 5. Jahrhundert errichtet.

Unser Begrüßungskomittee …

Pashupatinath ist für Nepal, was Varanasi für Indien ist. Hier werden die Toten verbrannt. Es gilt als erstrebenswert, hier eingeäschert zu werden. Der Bagmati-Fluss mündet schließlich in den Ganges. Es gibt dabei separate Feuerstellen für höhere und niedere Kasten. Die Asche wird in den Fluss gefegt. Unten stehen Menschen knietief im Wasser und hoffen, etwas Wertvolles herauszufischen.

Hier findet eine Einäscherung nach der anderen statt.
Links die besseren Verbrennungsstätten.
Hier wartet Brennholz auf seinen Einsatz.

Gerade bei jüngeren Leuten schien Pashupathinath aber auch als Treffpunkt zum Abhängen beliebt zu sein. Es fühlte sich so gar nicht an, als wäre man überall von Trauer umgeben.

Die Tempel dürfen nur Hindus betreten, daher waren wir auf die Außenbesichtigung beschränkt. Der Besuch war folglich durchaus knapp gehalten. Auf zum nächsten Ziel.

Boudha

Boudha liegt gar nicht so weit von Pashupathinath entfernt und ist doch eine ganz andere Welt.

Der Boudhanath-Stupa ist 36 Meter hoch und ein wichtiges religiöses Zentrum im Buddhismus. In der Gegend haben sich auch viele Menschen aus Tibet niedergelassen.

Es war schon ziemlich dunkel, als wir hier ankamen. Schnell mindestens einmal den Stupa umrunden, natürlich im Uhrzeigersinn. Schöne Atmosphäre. Hier gibt es wohl auch sehr angenehme Unterkünfte.

Rund um den Stupa gibt es Geschäfte und Restaurants ohne Ende. Hier wartete auch unser Abschiedsabendessen in einem Restaurant mit Dachterrasse, für die es schon zu kalt war. Diesmal war das Essen tibetisch angehaucht.

Wie die anderen es danach noch geschafft haben, in die Hotelbar zu gehen, ist mir schleierhaft. Ich wollte einfach nur ins Bett. Die Reise war für mich sehr anstrengend.

Patan

Und schon war der organisierte Teil der Reise vorbei und ich auf mich allein gestellt. Ich hatte noch zwei Anschlussnächte gebucht. Zum Glück in einem anderen Hotel, denn das Tourhotel war zwar schön, aber auch ab vom Schuss.

Der Transfer zum Nivas Boutique Home nordwestlich von Thamel war in etwa einer halben Stunde geschafft. Ich hatte ewig ein Hotel gesucht, das klein und ruhig gelegen ist. Ich wollte gerne nepalesische Elemente in der Architektur haben; diese gibt es aber gar nicht unbedingt in allen Hotels. Wie ich später erfuhr, gibt es drei Arten von Gebäuden in Kathmandu. Erstens die ganz alten im Originalzustand, die schön, aber komfortfrei sind. Zweitens die neuen Betongebäude, modern und schmucklos. Und drittens neue Gebäude, die mit alten Elementen (also z. B. Holzschnitzereien) gebaut werden. Sie haben hinter dem schönen Holzfenster auch noch eine Glasscheibe. Und für sie gibt es wohl Steuervorteile. So ein Gebäude war mein Hotel.

… und es hatte neben Glasscheiben auch einen Balkon und eine schön gestaltete Lobby. 😁

Hochzeit

Da stand ich nun auf dem Balkon meines Zimmers, schaute den auf der Straße spielenden Kindern zu und konnte es kaum glauben: Draußen fand eine Hochzeit statt! Schnell runter.

Es wurde mir schon mit Blicken sehr deutlich gemacht, dass ich nicht zu nahe kommen sollte. Schade.

Später, als ich extra einen Umweg gegangen war, um nicht durch die Hochzeitsgesellschaft laufen zu müssen, kam mir die Prozession entgegen.

Links einige Musiker, von meinem Balkon fotografiert. Rechts die Prozession.

Ich stieg indes in ein Taxi und fuhr nach Patan. Das ist neben Kathmandu und Bhaktapur die dritte Königsstadt Nepals. Die Atmosphäre ist ganz anders als in den beiden anderen Städten; mir hat es supergut gefallen. Wenn ich noch einmal nach Kathmandu käme, würde ich hier übernachten.

Patan Durbar Square

Der Taxifahrer ließ mich direkt am Tickethäuschen für den Durbar Square raus. Hier sah ich mich direkt mit einem Problem konfrontiert: 1000 Rupien Eintritt. Die hatte ich gerade nicht in bar zur Hand. Und natürlich, wenn man sie braucht, ist weit und breit keine Wechselstube zu finden. Dafür ein Geldautomat. Die funktionieren in Nepal alle besser als in Indien.

Die Tickets sind leider nicht so schön wie in Bhaktapur.

Weit kam ich auf dem Durbar Square nicht, denn nach nur wenigen Schritten wartete das Museum, das im Preis inbegriffen ist. Schon auf dem Weg dorthin musste ich drei Guides sagen, dass ich keinen Guide bräuchte. 😅 Denn ich hatte ja eine Führung gebucht, die aber erst später stattfand.

Das Museum ist den Besuch auf jeden Fall wert. Die Gebäude und Schnitzereien sind wirklich toll. Innen gibt es Ausstellungen zur landestypischen Architektur und zum Wiederaufbau nach dem Erdbeben von 2015. Das hat in der Gegend starke Schäden verursacht.

Der Innenhof Sundari Chowk mit dem rituellen Bad Tusha Hiti wurde nach dem Erdbeben ebenfalls restauriert.
Dies sind alles Arme von Statuen, die nach dem Erdbeben nicht mehr zugeordnet werden konnten.

Dieses Museum war so schön und interessant, dass ich hier deutlich mehr Zeit verbrachte als vorgesehen. (Das war auch so ein wiederkehrendes Thema auf dieser Reise … „Ich wollte doch nur mal kurz gucken.“) Schnell zum Mittagessen bei Sherpa MoMo Square. Absolute Empfehlung – hier gibt es Momos in einer ausgezeichnet schmeckenden Suppe. Für einen Euro oder so. Von den Nachspeisen (Yomari, eine Spezialität der Newari) war ich hingegen nicht so überzeugt. Cool sahen sie allerdings schon aus, diese Ballons aus Reismehl mit Füllung.

Derweil war auf dem Durbar Square richtig was los. Es war mindestens eine Demonstration im Gange – fand ich etwas bedenklich, da man nach den Unruhen vom September 2025 in Kathmandu noch immer ausgebrannte Gebäude sieht –, aber alles blieb friedlich.

Auf dem Durbar Square stehen mehrere Hindutempel, die nur für Hindus zugänglich sind. Von außen sahen sie auch toll aus. Und das ganze Drumherum ist spannend.

Patan außerhalb vom Durbar Square

Um 3 hatte ich bei Amazing Kathmandu Tours eine Kleingruppenführung gebucht. Wie schon in Jaipur war die Gruppe wirklich sehr klein: Sie bestand nur aus dem Guide und mir.

Hier ging es los: das letzte noch existierende Stadttor Patans Yala Dhwakha – Patan Dhoka.

Und das hat sich jetzt wirklich mal gelohnt. Mit Santosh war ich in Ecken, in die ich niemals allein gekommen wäre. Einfach, weil ich einen Durchgang in einen Innenhof gar nicht als solchen erkannt hätte. Die Durchgänge sind extra niedrig gebaut, damit im Falle eines Überfalls die angreifenden Feinde den Menschen nicht so einfach hinterherkamen.

Viele dieser riesigen Häuser sind inzwischen aufgrund von Erbschaftsstreitigkeiten in viele kleine Wohnungen unterteilt.
(Foto: Santosh/Amazing Kathmandu Tours.)
Das sind Santosh Meinung nach die beiden schönsten Türen in Patan. Wenn ich mich nicht täusche, ist die linke buddhistisch und die rechte hinduistisch. Das kann man an der Form der Augen sehen. Abgesehen davon sind die Designelemente gleich.

Ganz anders als in Indien gibt es auch erstaunlich viel Street Art.

Banksy’s cousin was here. 😉
Hanuman und Shiva.

Im Golden Temple waren wir natürlich auch. Denn hier dürfen auch Ungläubige hinein, während die Tempel auf dem Durbar Square Hindus vorbehalten sind.

(Fotos: Santosh/Amazing Kathmandu Tours.)

Grundsätzlich findet man in Patan wie auch in Bhaktapur auf Schritt und Tritt Tempel und sonstige religiöse Stätten.

Leben auf der Straße gab es auch genug zu sehen.

Hier versammelt sich die Nachbarschaft zum Waschen.

Als es schon dunkel war, kamen wir noch im Mahabuddha-Tempel an. Hier war es sehr ruhig, ganz schöne Atmosphäre. Der „Tempel der tausend Buddhas“ strotzt nur so von Buddhadarstellungen … was ja gar nicht in Buddhas Sinn war, wie Santosh hervorhob.

Wahrscheinlich hätten wir noch stundenlang weiterlaufen können. Denn Santosh kannte offensichtlich jeden Winkel in der Stadt. Aber irgendwann waren wir beide müde.

KTM Durbar Square

Auch in Kathmandu kann man tausende Sachen machen, die viel Geld kosten und/oder eine mindestens halbstündige Anfahrt im Auto bedingen. Mir reichten schon die zehn Minuten im Auto bis zum Durbar Square. Den wollte ich mir wenigstens noch ansehen. Spoiler: Von den drei Durbar Squares hat er mir am wenigsten gefallen.

Morgens gegen 9 Uhr war es noch recht ruhig.
Die Souvenirverkäuferinnen waren natürlich schon da …
… und die Tauben auch.
Später gab es keine Chance auf Bilder ohne Menschenmengen. 😄

Das große Museum war ganz schön, wenn auch etwas karg. Überall stand Wachpersonal herum und guckte misstrauisch. Dafür konnte man auf einen Turm steigen, der einen schönen Blick über Kathmandu bietet.

Und hier traf ich ganz unverhofft Santosh wieder! Er hatte mir erzählt, dass er am Vormittag hier eine Führung habe – und netterweise gar nicht versucht, mich als Teilnehmerin zu gewinnen. Ich sollte doch lieber am Nachmittag zum Monkey Temple mitgehen, das sei für mich lohnender.

Thamel

Nachdem ich mit dem Durbar Square fertig war, war ich eigentlich auch sonst fertig. Und gleichzeitig gab es noch so viel, was ich sehen wollte! Also lief ich nach Norden in Richtung Thamel.

In Thamel konzentriert sich der Tourismus. Davon war zunächst aber nichts zu spüren. Die Gegend gleich nördlich vom Durbar Square ist total local. Man will kaum glauben, dass eine der größten Attraktionen der Stadt nur wenige hundert Meter entfernt ist, während man an Geschäften für Brautmoden und Schrauben vorbeiläuft.

Was man so sieht auf der Straße.

Auf der Suche nach einem Eis bin ich beim Shree Gha Vihar Tempel gelandet. Die Eisdiele war natürlich geschlossen, aber schön war es hier trotzdem.

Und plötzlich stand ich mitten im Getümmel. Der Übergang geschieht ganz abrupt. Souvenirshops, Paschmina, Reisebüros. Ich wollte eigentlich nicht shoppen, sondern essen. Bis ich allerdings das Restaurant, das ich mir ausgeguckt hatte, gefunden hatte, sollte noch einiges an Zeit vergehen. Denn Paru Thakali Kitchen ist im 1. Stock, und es dauerte, bis ich das kapiert hatte. 😂 Gut, dass ich mich nicht habe entmutigen lassen, denn das Essen war spitze. Ich wollte endlich mal diese Buchweizenpolenta, wie Janak sie immer bezeichnet hatte, probieren. „Pampe“ hätte es besser getroffen. Ich mag Buchweizen ja wirklich gerne, aber das klebte und schmeckte nach gar nichts.

Der Buchweizen ist das Gebilde in der Mitte.

Als Beilage zum Essen war es allerdings perfekt. Und wurde zur besseren Verdaulichkeit noch großzügig mit Ghee übergossen. Ich weiß nicht, was die mir da aufgetischt haben, aber irgendwas in den Pickles schmeckte ganz besonders. Das war definitiv eine der besten Mahlzeiten dieser Reise.

Den Nachschlag musste ich leider ablehnen.

Danach war ich aber wirklich reif für eine Massage. Bei Seeing Hands massieren blinde und sehbehinderte Menschen. Das war die beste Massage, die ich auf dieser Reise hatte. Und draußen – traf ich wieder auf Santosh!

Für den Monkey Temple (den ich wirklich gerne gesehen hätte) war ich definitiv zu müde. Aber Santosh machte noch einen kurzen Rundgang durch Thamel mit mir. Und dabei zeigte er mir – wieder an einem Ort, an dem ich einfach vorbeigelaufen wäre – den ältesten Stupa Kathmandus. Aus dem 5. Jahrhundert.

Und das ist doch ein guter Ort, um die Reise zu beenden, oder?

Wobei ich natürlich noch zurück ins Hotel musste.

Home Sweet Home

Und plötzlich war mein Abreisetag gekommen.

Last-Minute Shopping

Ein bisschen Zeit hatte ich am Vormittag noch. Die Bitte eines Freund um eine Kaschmirmütze im Kopf, machte ich mich erneut auf den Weg nach Thamel. Die Mütze gab es bei Fair Circle, aber direkt gegenüber war Friendly Export. Und das war ja mal ein schöner Laden! Seit Pokhara hatte ich mich gefragt, wie dringend ich wohl einen Schal aus Yakwolle bräuchte – die Antwort war natürlich „sehr dringend!“, und hier fand ich einen. Er kam nur wenige Stunden später im Flugzeug direkt zur Anwendung. 😁

Kann sein, dass mir noch das eine oder andere weitere Teil in die Tasche gefallen ist. Fast hätte ich vor lauter Aufregung vergessen, die Mütze zu kaufen. 🤭

Außerdem brauchte ich Reiseproviant. Kathmandu hat mehrere gute Bäckereien, und Pumpernickel scheint besonders bekannt zu sein. Echtes Pumpernickel konnte ich nicht entdecken, aber Bananenbrot & Co. waren sehr gut. Auf dem Rückweg zum Hotel schaute ich auch noch beim Baking Lab by Aadhunik Dairy vorbei, das war ganz in der Nähe meines Hotels, und erstand eine Packung Mandelkekse, die auch super schmeckten.

Auf Huhn und Fisch hatte ich weniger Appetit.

Das war das Kuriose an diesem Land. Der Fisch liegt ungekühlt auf dem Tresen herum, aber wenige Meter weiter steht plötzlich ein baking lab, das auch in Londons Chinatown nicht deplatziert gewirkt hätte.

Derartigen Gedanken hing ich nach, als ich mich gut ausgerüstet auf den Weg zum Flughafen machte. In Kathmandu, hatte man mir gesagt, müsse man mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen sein. Mindestens! Sonst sei die Katastrophe vorprogrammiert, denn alles dauere ewig.

Ich hielt mich dran. Der Flughafen sich nicht.

Am Flughafen

Ich kam an und konnte direkt zum Check-in-Schalter von Air India gehen. Keine Wartezeit. Das kam mir schon seltsam vor.

Doch dann geschah das größte Wunder von allen. Frau am Schalter: „Sie fliegen heute nach Delhi?“ Ich: „Naja, eigentlich nach München, aber mit Etihad.“ Mann am Schalter: „Wir können Ihr Gepäck bis nach München durchchecken.“ Ich: „Was??“

Denn überall hatte ich gelesen, durchchecken ginge nur, wenn alle Flüge mit Air India stattfinden. Von der einen zur anderen Airline wechseln – unmöglich. „Doch, doch“, sagte der Mann, „mit einigen Airlines haben wir Abmachungen, da geht das schon.“ Und drückte mir die Bordkarten für alle drei Flüge in die Hand.

Die Sicherheitskontrolle und Ausreise dauerten insgesamt etwa zehn Minuten, und schon saß ich mit 2,5 Stunden Zeit im Abflugbereich.

Meine letzten 100 Rupien gingen für einen mittelmäßigen milk tea drauf.

Überhaupt muss Kathmandu einer der sichersten Flughäfen der Welt sein. Beim Betreten des Terminals wird das gesamte Gepäck durchleuchtet. Eingechecktes Gepäck wird kurz hinter dem Schalter erneut geprüft. Dann die übliche Sicherheitskontrolle. Und schließlich nochmal Handgepäckscheck vor dem Einsteigen ins Flugzeug. 😵‍💫

Open bag, please – natürlich separat für Männer und Frauen.

Dank meines durchgecheckten Gepäcks entfiel erheblicher Stress: Ich hatte extra fünf Stunden Umsteigezeit in Delhi eingeplant, um die Einreise zu erledigen, meinen Koffer abzuholen und bei Etihad neu einzuchecken. Das war nun unnötig. Wobei ich am Gate in Delhi dann doch noch ausgerufen wurde, denn meine Gepäckinformationen mussten aktualisiert werden. Das trieb den Blutdruck kurzfristig nach oben. 😅 Den Rest des Layovers hing ich im Food Court rum, sah mir überteuerte Schals an und gab mein letztes Geld für ein Eis aus.

Den Flug nach Abu Dhabi verbrachte ich inmitten einer (hustenden) französischen Reisegruppe. In Abu Dhabi traf mich fast der Schlag angesichts des Preises für Dubai-Schokolade. Nach München hatte ich eine Reihe für mich und konnte sogar ein wenig schlafen.

Nach 24 Stunden Reisezeit landeten wir um 6 Uhr in München, um 6:10 Uhr blieb meine Uhr stehen. Ein eindeutiges Zeichen – ich brauche mehr Urlaub!

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