Das wird ein kurzer Rückblick. Eigentlich bestand der ganze Monat nur aus Arbeit und einem Kurztrip in die Schweiz sowie einem Wochenende in Schwäbisch Hall..
Mit dem Zug in die Schweiz
Zeit für den ersten Urlaub des Jahres! Aber wohin? So richtig weit weg wollte ich nicht. Und mir war mehr nach Ausspannen als nach Herumlaufen und Sachen ansehen. Damit fielen schon mal sehr viele mögliche Ziele durchs Raster. Ich fühlte mich ein wenig ratlos.
Doch dann erinnerte ich mich an ein Projekt, das schon lange auf meiner Liste stand. Die Panoramazugstrecken in der Schweiz. Schon im Studium war ich ganz geflasht, als ich vom Glacier-, Bernina- und Gotthard-Express las. Damals waren diese Panoramazüge aber viel zu teuer für mich. Von den Übernachtungen in Orten wie Zermatt und St. Moritz wollen wir jetzt gar nicht reden.

Spoiler: Heute sind sie auch noch zu teuer. Naja, es ginge schon, aber – ist es mir das wert? Der Glacier Express kostet rund 230 €. Kann mir das so viel Freude geben, dass ich nicht angesichts des Preises mit den Zähnen knirsche?
Normalerweise würde mir eine solche Frage viele schlaflose Nächte bereiten. Doch dank des Internets wusste ich inzwischen, dass es ja auch günstiger geht. Denn auf den gleichen Strecken fahren auch „normale“ Züge.

Zermatt und St. Moritz sind mir noch immer zu teuer (100 € für ein Bett im Schlafsaal???). Aber wie durch ein Wunder fand ich doch bezahlbare Unterkünfte entlang der Route. Ich vermute, die Olympiade auf der anderen Seite der Grenze hat einfach viel Publikum nach Italien gezogen, das sonst vielleicht in der Schweiz gewesen wäre.
Und, wie war’s? Super! Das Wetter hat zwar nicht immer mitgespielt. Aber wenn es zählte, lachte die Sonne.

Der Wow-Faktor war sehr hoch.
Dass in der Schweiz ausnahmslos alle Züge pünktlich sind, kann ich nicht bestätigen. Aber verpasst habe ich auf der ganzen Reise nur einen – auf der Rückreise in Lindau. Gerannt bin ich zweimal. Teil 2 der Reise ist schon in Planung.
Schwäbisch Hall
Noch ein Kurzausflug. Im Museum Würth läuft noch bis April eine Christo-Ausstellung. Ein guter Anlass für ein Reise nach Schwäbisch Hall.
Eigentlich wollte ich nur eine Nacht lang weg sein, aber in München wurde zwei Tage lang gestreikt. Ohne U-Bahn vom Bahnhof nach Hause zu kommen, ist nun wirklich kein Spaß. Also verlängerte ich noch bis Sonntag. Somit hätte ich auch Gelegenheit, endlich mal das Hällisch-Fränkische Museum im Ort zu besuchen.
Fast wäre ich nicht angekommen, denn natürlich hatten wir auf der Hinfahrt gleich mal eine Weichenstörung. Na gut, das war jetzt etwas überdramatisch. Eine Stunde Verspätung. Als schönen Nebeneffekt fand ich ein sehr feines asiatisch-veganes Restaurant in Nürnberg.
In Schwäbisch-Hall selbst lachte die Sonne. Herrlich! Zum Sonnenuntergang saß ich mit der lokalen Jugend am Fluss, wobei das zugegebenermaßen im Sommer noch schöner gewesen wäre. 🥶 Da die Kunsthalle gerade renoviert wird, musste ich mich mit den Alten Meistern in der Johanniterkirche zufrieden geben. Alte Meister sind ja eigentlich nicht so meins, aber was hier hängt und wie es hängt, ist schon sehr ansprechend.

Am Samstag war ich dann in Künzelsau in den Würth-Museen 1 und 2. Öffentlich dauert es leider ewig, da anzukommen. Inhaltlich hat es sich gelohnt. Bei der einen Mitarbeiterin habe ich jetzt einen Stein im Brett, weil ich gefragt habe, ob die gerade stattfindende Führung öffentlich sei, statt mich ihr einfach anzuschließen („Das fragen nicht viele!“).


Dann aber ab ins Museum 1 zur Christo-Ausstellung. Dass Christo und Jeanne-Claude mal den ganzen Museumsbereich eingepackt hatten (zur Konsternierung mancher Mitarbeiter, wie man einem Film entnehmen konnte), war mir gar nicht klar. Und dass alle Projekte eigenfinanziert waren, wusste ich auch nicht. Wobei die Anzahl der Exponate darauf schließen lässt, dass Herr Würth persönlich nicht unerheblich zur Finanzierung seines eigenen Projekts beigetragen hat. Die Sammlung besitzt „mit mittlerweile rund 130 originalen Werken aus sechs Jahrzehnten eines der größten Konvolute mit Arbeiten von Christo und Jeanne-Claude weltweit“ (Zitat von der Website). #SchnappNachLuft

Im Anschluss besuchte ich noch die Stadt Künzelsau, aber das hätte ich mir auch sparen können. Da gefällt Schwäbisch Hall mir deutlich besser.
Was sonst noch los war
Mal wieder ein Wintereinbruch. In diesem Jahr haben wir wirklich deutlich mehr Schnee als im letzten.

Ein paar Tage zuvor erst noch schönste Spiegelung der St.-Lukas-Kirche.

Und nur wenige Tage nach dem Schnee plötzlich Frühling.

Drinnen übrigens auch.

Dazwischen habe ich mal wieder gebacken. Die Möhren mussten weg. Ich habe wirklich so ein schweres Schicksal. 😂
