13 von 13 – Juni 2026: Stadtgründung und -führung

Eigentlich wäre 12 von 12 gestern dran gewesen. Und gestern hätte ich auch richtig Content gehabt. Aber dann habe ich es komplett versäumt, auch nur ein einziges Foto zu machen. Zu müde, zu gestresst.

Also wieder 13 von 13. Es geht los mit einer Food Tour.

In der Fußgängerzone ist schon wieder die Hölle los. Nicht meinetwegen – es ist Stadtgründungsfest. Auf der Bühne wird schon um halb elf gebreakdanct.

Die Gäste kommen nicht. Ans Telefon gehen sie auch nicht. Auf eine WhatsApp kriege ich schließlich eine Nachricht: Sie haben verschlafen. Also no-show. Ich bin gar nicht böse drum. Denn heute bin ich echt müde.

Statt auf den Markt gehe ich also zu T: Glas Wasser trinken.

Während ich dort sitze, rette ich mal wieder Lebensmittel: eine Tüte mit Backwaren aus dem brotatelier, Münchens einziger reiner Sauerteig-Backstube. Die sitzen da irgendwo im Schlachthof-Viertel.

… und da muss man sich erstmal zurechtfinden!!
Immerhin gibt’s viele coole Grafittis. Hier sehr passend zum Thema Wiesntisch.

(Bei der gesterigen Tour wurde ich gefragt, wie man denn für das Oktoberfest reservieren könne. Große Überraschung, als ich sagte, Einzelplätze gebe es da nicht, nur ganze Tische.)

Zum Mittagessen gibt’s natürlich frisch gerettetes Brot …
… und frisch gepressten Traubensaft (Lüge – aber immerhin Direktsaft) …
… unter weiß-blauem Himmel.

Einkaufen muss ich auch noch, wenn ich morgen was essen will. Im Supermarkt ist noch mehr los als in der Stadt. Ich dachte, bei so schönem Wetter wie heute fahren alle raus zum Baden?? Zum Glück gibt’s die SB-Kassen … an denen die Schlange heute leider auch ungewöhnlich lang ist.

Das liegt wohl daran, dass Mutter und Sohn, denen dieser vollgestopfte Einkaufwagen gehört, jeden Artikel meditativ langsam scannen und danach angestrengt auf den Monitor starren. Die wären leider besser an die normale Kasse gegangen. 😫
Da hat jemand Klatschblätter aussortiert. Vor lauter Aufregung über traurige Abschiede, Fotobeweise und Marmeladen-Märchen kann ich bestimmt wieder die ganze Nacht nicht schlafen.

Schließlich mache ich mich wieder auf in die Stadt. Ich habe um 17 Uhr eine Führung. Zum ersten Mal eine ganz allgemeine Stadtführung. Ohne Essen! Geht so was überhaupt? 🤔

Außerdem gibt es zwischen Sendlinger Tor und Marienplatz einen Kunsthandwerkermarkt. Den will ich mir natürlich ansehen.

Ja. Nun. War ok.

Die längste Schlange findet sich nicht auf dem Markt, sondern in der Hofstatt am Fotoautomaten.

Meine Versuche, mir vor der Führung ein Eis zu kaufen, scheitern. Wenigstens habe ich mir noch eine Flasche Wasser organisiert. Und dann sind auch schon die Gäste da: eine amerikanische Familie mit vier Kindern. Los geht’s.

Als erstes schauen wir uns natürlich das Glockenspiel an. Den Kindern ist anzusehen, dass sie große Zweifel haben, ob das mit der Führung eine gute Idee war.
Vorteil bei Straßenfesten: Verhungern ist quasi unmöglich. Nachdem die Familie auf den Viktualienmarkt schon Käsensandwiches verspeist hat, führe ich sie am Odeonsplatz in die Welt des Flammbrots ein. Also doch eine Food Tour! 😅

Nach zweieinhalb Stunden sind die Kinder satt, aber auch hundemüde. Die Familie ist erst am Morgen in Deutschland angekommen. Mit reichlich ungebetenen Tipps im Gepäck machen sie sich auf in Richtung ihrer Ferienwohnung.

Und ich, ich gehe auch nach Hause.

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1 Kommentar

  1. Liebe Julia, das war doch ein ereignisreicher Reich finde ich. Und ob das mit den SB Kassen wirklich der Renner ist, wage ich zu verzweifeln. Ich stelle mich jedenfalls lieber an eine normale Bedienkasse an. So kann ich mich bedanken und einen schönen Tag wünschen. Liebe Grüße, Birgit

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