Praktische Tipps für Delhi

Die indische Hauptstadt Delhi ist ein echter Brocken. Sie blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück, zieht Menschen aus dem ganzen Land an und beheimatet heute über 20 Millionen Menschen. Für viele Indienreisen ist sie heute der Ausgangspunkt oder zumindest Drehkreuz.

Die Stadt kann ganz schön überwältigend sein. Mir persönlich hat beispielsweise das ständige Hupen sehr zugesetzt. Und gleichzeitig gibt es so viele Kontraste, die den Besuch interessant machen.

In diesem Artikel findest Du einige praktische Tipps zur ersten Orientierung.

Anreise per Flugzeug

Als Hauptstadt Indiens ist Delhi natürlich ein Drehkreuz im Flugverkehr. Auch die Direktflüge aus Deutschland, ob mit Lufthansa oder Air India, landen hier.

In Terminal 1 werden die Binnenflüge abgefertigt, in Terminal 3 die internationalen.

Zwischen den Terminals verkehrt ein Shuttle, der für Passagiere mit Anschlussflug kostenlos ist. Ansonsten kostet er 20 Rupien oder so, also nur ein paar Cent.

Wenn Du international ankommst und zu einem Inlandsflug wechselst, wird empfohlen, mindestens 2,5 Stunden Transferzeit einzuplanen. Bei einem reinen Transit durch Indien (also Ankunft mit einem internationalen Flug und direkter internationaler Weiterflug) musst Du wahrscheinlich nach Indien einreisen (brauchst also ein Visum), mit Deinem Gepäck durch den Zoll gehen und es erneut einchecken. Daher wird empfohlen, mindestens vier Stunden einzuplanen.

Andere Ziele in Indien

Wenn Du eigentlich gar nicht nach Delhi möchtest, lohnt es sich zu prüfen, ob es zu Deinem Zielort einen Direktflug gibt. Gerade die Golf-Airlines fliegen diverse Städte in Indien an. Etihad fliegt z. B. an bestimmten Tagen nach Jaipur.

U-Bahn vom/zum Flughafen

Delhi hat eine eigene Flughafenlinie, den Airport Express Train. Diese verbindet Terminal 3 und die Innenstadt (New Delhi Metro Station, also den Bahnhof New Delhi) in nur 20 Minuten.

Auch die Magenta Line im Süden fährt zum Flughafen, allerdings nur zum Terminal 1. Für einen internationalen Flug musst Du mit dem Shuttle zum Terminal 3 fahren.

Wenn Du mit der U-Bahn zum Flughafen fahren möchtest, bedenke, dass in Delhis U-Bahn-Stationen immer alle Taschen durchleuchtet werden. In einigen Stationen, die nicht zur Airport Express Line gehören, wirst Du mit Gepäck über 15 Kilo abgewiesen. Das ist wirklich schade, denn je nach Verkehrslage kommst Du mit der U-Bahn wesentlich entspannter und schneller voran als mit dem Auto.

Anreise per Zug

Von und nach Delhi gibt es zahlreiche Zugverbindungen. Es gibt aber auch mehrere Bahnhöfe: New Delhi, Nizamuddin, Delhi Junction, Delhi Cantt … Bevor Du buchst, schau vorsichtshalber bei Google Maps nach, wo sich Dein Bahnhof eigentlich befindet.

Zugtickets kannst Du auf der Website der indischen Eisenbahn oder bei Drittanbietern wie 12go.asia buchen. Da es bei der indischen Eisenbahn öfter mal Probleme mit ausländischen Karten gibt, beißt Du vielleicht besser in den sauren Apfel und zahlst die zusätzlichen Gebühren für den Drittanbieter. Die sind ohnehin nicht so hoch.

Natürlich kannst Du Tickets auch vor Ort in Indien kaufen. Gerade die bequemen Langstreckenzüge sind aber häufig schon Wochen im Voraus ausgebucht.

Eine super (englischsprachige) Ressource zum Thema Bahnreisen ist der Man in Seat 61.

ÖPNV in Delhi

Ein erheblicher Teil der 30+ Millionen Menschen, die im Großraum Delhi leben, fährt öffentlich. Es sind auch so schon genug Autos auf den Straßen unterwegs.

U-Bahn (Metro)

Delhi verfügt über ein ziemlich gutes Metronetz und die Delhi Metro Corporation über eine erstaunlich gute offizielle Website. Hier kannst Du Deine Fahrt planen und Ticketpreise abfragen.

Die U-Bahn ist oft voll. Ich war von Freitag bis Sonntag unterwegs und habe selbst nie Zustände wie in London oder Beijing erlebt (wo die U-Bahnen so voll waren, dass sie fast aus allen Nähten platzten und man mehrere Züge durchfahren lassen musste, bevor man sich in einen reinquetschen konnte). Die Stationen sind manchmal echt ungünstig gelegen – die Station Qutab Minar ist z. B. 1,6 km vom Qutab Minar entfernt – und weit voneinander entfernt. Gelegentlich muss man mit dem Tuktuk zur U-Bahn fahren. An meiner U-Bahn gab es spezielle Drop-Off-Zonen, damit die Tuktuks nicht den Verkehr behindern.

Umsteigebahnhöfe sind häufig so gebaut, dass man zehn Minuten Fußmarsch vor sich hat, um von der einen Linie zur anderen zu gelangen. Dafür muss man nicht verhungern: Ich habe noch nie so viele Fast-Food-Läden gesehen wie in Delhis Metro.

Tickets bekommst Du entweder am Fahrkartenautomaten (Du brauchst kleine Scheine) oder am Schalter. Du musst Deinen Zielbahnhof angeben, damit Du das korrekte Ticket bekommst. Wenn Du weiter fährst, als Du bezahlt hast, kannst (musst) Du vor Verlassen der Station nachzahlen.

Die Fahrten sind übrigens echt günstig. Das teuerste Ticket (Airport Express) kostet im Winter 2025/26 nur 75 Rupien, also etwa 72 Cent.

Manchmal ist es in der Metro auch total leer.

Neben Einzelfahrscheinen gibt es auch aufladbare Wertkarten. Die lohnen sich aber nur, wenn Du länger in der Stadt bist und/oder viel mit der U-Bahn fahren willst. Der Kauf schien etwas kompliziert.

Im U-Bahnhof musst Du durch eine Sicherheitskontrolle. Dabei werden Deine Taschen durchleuchtet und Du abgeklopft. Für Männer und Frauen gibt es separate Kontrollen, damit Frauen nur von Frauen kontrolliert werden.

Dein Ticket musst Du beim Betreten und Verlassen des Gleisbereichs an einen Scanner halten.

Auf dem Bahnsteig ist die Orientierung ziemlich einfach. Es gibt Schilder, die den weiteren Verlauf der Linie anzeigen. Solange Du also weißt, wo Du aus- oder umsteigen willst, kommst Du klar.

Der erste Wagen in jeder U-Bahn ist übrigens immer für Frauen reserviert. Hier hängen auch entsprechende Schilder, stereotyp in Rosa gehalten. Natürlich dürfen Frauen sich auch überall sonst in der U-Bahn aufhalten. Aber wenn es richtig voll wird, steht man hier halt Hüfte an Hüfte mit einer anderen Frau. Es gibt genügend Berichte von Frauen, die in der U-Bahn angegrapscht werden, auch wenn es inzwischen Gesetze gibt, die das verbieten.

Busse

Selbst bin ich nicht Bus gefahren. Aber die Busse, die ich gesehen habe, sahen ganz gut aus. Sie waren auch deutlich leerer, als ich es erwartet hätte.

Bustickets kosten, wenn ich das richtig verstanden habe, nur 10 Rupien.

Uber in Delhi

Meine Freundin T, die mal einige Jahre lang in Delhi gelebt hat, hatte mir von Uber vehement abgeraten. Das sei viel zu gefährlich, gerade für Frauen.

Ich bin in Indien ständig mit Uber gefahren, habe mich nie unsicher gefühlt und hatte überhaupt keine Probleme. Ok, es hatte nie jemand Wechselgeld zur Hand, und zu bestimmten Zeiten war es schwierig, einen Fahrer zu bekommen (z. B. am Samstagmorgen). Die Autos waren unterschiedlich neu und chic, aber die Fahrer waren immer korrekt.

Ich bin mit Autos und Tuktuks gefahren, wobei ich letztere wegen des Komforts nur für kürzere Strecken empfehlen würde.

Sehenswürdigkeiten in Delhi

Die „großen“ Sehenswürdigkeiten, die häufig in einer Tagestour abgefahren werden, sind:

  • Rotes Fort
  • Moschee
  • Märkte und Tempel in Old Delhi
  • India Gate (so eine Art Triumphbogen)
  • Raj Ghat Memorial (hier wurde Gandhi eingeäschert)
  • Humayun-Mausoleum (mein Favorit)
  • Lotus-Tempel
Humayun-Mausoleum.

Nicht mehr ganz so standardmäßig sind:

  • Agrasen ki Baoli (Stufenbrunnen)
  • Qutb Minar und Mehrauli Archaeological Park
  • Lodhi Art District
Agrasen ki Baoli.

Museen

  • National Museum
  • National Gallery of Modern Art
  • National Crafts Museum
  • Archäologisches Museum
  • Sulabh International Museum of Toilets
  • National Rail Museum

Touren

Bei meiner Vorbereitung sind mir im Wesentlichen drei Arten von Touren aufgefallen:

  1. Klassische Sightseeingtouren mit Guide und Fahrer, bei denen die üblichen Sehenswürdigkeiten abgeklappert werden. Teilweise werden diese nur als Halbtagstouren angeboten. Angesichts des Verkehrs in Delhi wirst Du bei solchen Touren wahrscheinlich überall im Laufschritt durchgeschleust. Teilweise werden sie auch mit dem Tuktuk angeboten. Das ist zwar günstiger, aber hier sparst Du am falschen Ende. Erstens atmest Du die ganze Zeit Abgase ein, und zweitens kann jeder in Dein Tuktuk greifen. Und das wird vielerorts auch geschehen. Und dann hast Du fremde Hände am Bein, an der Tasche etc.
    • Anbieter findest Du z. B. bei GetYourGuide, Tripadvisor oder Viator. Oder auch durch eine Internetsuche.
  2. Rundfahrten durch Old Delhi mit der Fahrradrikscha. Da die Chandni Chowk Road, also die Hauptstraße in Old Delhi, tagsüber für den motorisierten Verkehr gesperrt ist, ist hier Fahrradrikschaterritorium. Die Fahrer lauern überall, insbesondere vor dem Roten Fort. Mir wurde eine Rundfahrt für 100 Rupien angeboten, also einen Euro. Entweder ging die nur einmal um den Block, oder es waren sehr großzügige Einkaufsstopps vorgesehen. Wahrscheinlich eine Kombination. 😂 Mit der Rikscha bist Du natürlich auf die Hauptstraße beschränkt. In die kleinen Gassen der Altstadt kommst Du nur zu Fuß.
    • Rikschafahrer findest Du überall in Old Delhi, oder sie finden Dich.
Chandni Chowk Road, Old Delhi.
  1. Food Touren. Diese konzentrieren sich auf Old Delhi und beinhalten neben vielen kleinen Gassen häufig auch noch den Gewürzmarkt.
  2. Heritage Touren. Kommt immer mehr – Touren, bei denen man nicht nur bekannte Bauwerke bestaunt, sondern mehr über das Alltagsleben und das kulturelle Erbe erfährt.
  3. Walking Touren. Diese beschränken sich notgedrungen auf ein geringeres Gebiet, dafür gehen sie da mehr ins Detail.
    • Anbieter sind z. B. Hostels wie Moustache.
  4. Fahrradtouren. Starten grundsätzlich sehr früh, wenn die Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr ums Leben zu kommen, noch geringer ist.

Luftqualität

Die Luft in Delhi ist mehrere Monate pro Jahr wirklich miserabel. Das liegt daran, dass Delhi in einer Art Kessel liegt und nur wenig Wind geht, der die verschmutzte Luft abtransportieren könnte. Besonders schlimm wird es ab November, wenn die Bauern anfangen, ihre Felder abzubrennen.

… und das ging ja noch.

Der Smog kann so dicht werden, dass alles in einer grauen Suppe versinkt. Mir kam es nicht so schlimm vor wie seinerzeit in Beijing, aber gesund ist das bestimmt nicht. Husten und Augenreizungen sind allgegenwärtig.

Eine FFP2-Maske kann hier wirklich gute Dienste leisten. Ich fand es häufig leichter, mit Maske zu atmen als ohne.

Unterkunft in Delhi

T war deutlich: Unbedingt, sagte sie, müsse ich in 5*-Hotels übernachten. Immer. Insbesondere in Delhi. Anders ginge es nicht.

Ich halte das für übertrieben. Natürlich haben 5*-Häuser diverse Vorteile, alle sprechen gut Englisch, es ist ruhig und komfortabel, zum Teil gibt es Luftfilter, was gerade im Winter in Delhi nicht schadet. Dafür sind es häufig große Kästen, die teilweise vollkommen charmebefreit sind und wo alles deutlich teurer ist als anderswo. Ich mag es lieber kleiner und persönlicher. Aashianaa Gracious Living, wo ich übernachtet habe, hatte deutlich weniger Sterne, aber saubere Zimmer. Meine Wäsche wurde für 3 € gewaschen, das hätte im Hotel gleich mal 3 € pro Teil gekostet.

Wenn es günstiger sein soll: Hostels wie The Hosteller oder Moustache bekommen ebenfalls gute Bewertungen. Die privaten Zimmer sind allerdings gar nicht mal günstiger als manches B&B.

Wo in Delhi übernachten – und wo lieber nicht?

Ich war in Greater Kailash II im Süden. Das war ein bisschen ab vom Schuss (mit der U-Bahn brauchte ich etwa eine Stunde bis zum Roten Fort), dafür ruhig und weniger chaotisch. Es gibt Restaurants, Läden, etc. Mir hat es gut gefallen.

Die Gegend im nördlichen New Delhi zwischen (grob gesagt) Connaught Square im Norden und Lodhi Gardens im Süden ist auch gut geeignet. Hier bist Du zentraler als in Greater Kailash, dafür sind die Preise auch vergleichsweise hoch. Da hier viele Regierungsgebäude stehen, findet hier weniger Alltag statt.

In Old Delhi solltest Du aus meiner Sicht nur übernachten, wenn Du absolut lärmunempfindlich bist. Außerdem benötigst Du einen 1A-Orientierungssinn oder Spaß daran, in engen Gassen herumzuirren und Deine Unterkunft zu suchen. Du wirst viel angebettelt werden. Dafür ist es bunt, es gibt immer was zu entdecken, und die Restaurants und Cafés sind günstig.

Von Paharganj, westlich des Bahnhofs New Delhi, wird gemeinhin abgeraten. Hier gibt es zwar viele Hotels zu günstigen Preisen. Aber die Gegend ist nicht sicher, gerade für alleinreisende Frauen.

Wenn Du einen frühen Abflug hast, kommt vielleicht die Aerocity in der Nähe des Flughafens für Dich infrage. Mit dem Airport Express kommst Du schnell in die Stadt.

Wenn Du weiter außerhalb unterkommst, würde ich immer darauf achten, dass eine U-Bahn-Station in der Nähe ist. Denn je nach Verkehrslage bist Du mit der U-Bahn einfach schneller unterwegs.

Restaurants

Vor dem Delhi belly, also Magenproblemen, habe ich mich natürlich auch gefürchtet. Erstaunlicherweise hatte ich in Indien wirklich gar nichts. Erst in Nepal hat es mich erwischt.

In Indien isst man mit den Fingern. Auf Touristen ausgerichtete Restaurants haben Besteck parat, aber häufig gibt es das einfach nicht. Natürlich kannst Du Dein eigenes Besteck mitbringen. Ich hatte außerdem immer Seife dabei und habe mir die Hände gewaschen, wenn ich in die Nähe von Essen gekommen bin. (Ok, nicht beim Eis am Stiel.) Ansonsten kannst Du auch auf der Straße essen, solange an dem Stand viel los ist, das Essen also frisch ist. Aufgeschnittenes Obst, das seit Stunden im Plastikbecher auf Kundschaft wartet, würde ich persönlich hingegen vermeiden.

Ich habe sehr gut im Carnatic Café (südindisch, mehrere Standorte, u. a. am Flughafen T3) gegessen, ebenso im Habiteria Food Court.

Thali in der Habiteria.

Die dolleren Restaurants sind in der Regel in den Luxushotels. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich gerne The Spice Route im Imperial Hotel ausprobiert. Hier gab es ein Mittagmenü für etwa 15 €.

T empfiehlt Indian Accent im The Lodhi. Teurer, aber wohl sehr gut. Steht für meine nächste Reise auf der Liste.

Saravana Bhavan, die es auch in Deutschland gibt, hat mehrere Standorte (südindisch, vegetarisch). Hier musst Du auf ähnliche Wartezeiten gefasst sein wie bei uns.

Bei der Old Delhi Food, Culture and Heritage Tour von Nomadic Tours bekommst Du eine große Bandbreite an Speisen aufgetischt.

Shopping

Ein heikles Thema. Denn einkaufen kannst Du quasi überall. Ob Du dabei übers Ohr gehauen wirst, steht auf einem anderen Blatt.

Auf den Märkten und in Läden ohne Preisschild musst Du handeln. Vieles ist in Indien einfach deutlich günstiger als in Deutschland. Deshalb klingt wahrscheinlich schon der erste Preis, den der Verkäufer Dir nennt, sehr attraktiv. Aber Du kannst ihm trotzdem weniger bieten. Das ist nicht unhöflich, sondern gehört dazu. Er wird Dir nichts verkaufen, wenn er nicht mit dem Preis zufrieden ist.

Bestimmte Materialien haben einfach ihren Preis. Kaschmir ist teurer als (Baum-) Wolle, und Gold wirst Du auch in Indien nicht für weniger als den Materialwert bekommen. Deshalb Vorsicht bei sehr günstigen Angeboten für eigentlich sehr teure Waren. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Wahrscheinlich ist es das auch.

Zu den touristisch interessanten Märkten zählen z. B. der Janpath Market oder der Khan Market. In Süd-Delhi gibt es Dilli Haat – INA oder (in der Nähe des Flughafens) The Kunj.

Für landestypische Handarbeiten gibt es die sogenannten State Emporia. Das sind Läden, die die Bundesstaaten unterhalten, um die Waren ihrer Kunsthandwerker zu vermarkten. Der State Emporia Complex ist westlich vom Connaught Square. In der Nähe befindet sich auch das Central Cottage Industries Emporium.

Kleidung aus handbedruckten Stoffen zum Festpreis gibt es zum Beispiel bei Fabindia oder Anokhi (teurer).

(Ayurvedische) Kosmetika gibt es bei Everest oder bei Biotique.

Bei Schmuck, insbesondere mit Edelsteinen, ist höchste Vorsicht geboten, wenn Du nicht in absolut reputablen Geschäften einkaufst. Kurz vor der Abreise habe ich von einer Frau gehört, die wohl 3000 Dollar für angeblich beste Smaragde ausgegeben hat – sie waren einfaches Glas.

T empfiehlt Mogha Jewellery Pvt. Ltd. im Hotel Le Meridien. Hier gibt es auch Sachen, die mehr dem europäischen Geschmack entsprechen als klassischer indischer Schmuck.

Geld

Wenn Du Dir nicht im Vorfeld eine UPI-App für Ausländer einrichtest, wirst Du vielfach mit Bargeld arbeiten müssen. Cash is king, das gilt immer noch in weiten Teilen Indiens.

In Indien stehen an jeder Ecke Geldautomaten. Erstes Problem: Nicht alle indischen Banken nehmen ausländische Karten. Ausgerechnet die State Bank of India (SBI), die die Visumsgebühren online abwickelt, verweigert alles, was nicht indisch ist. Ich konnte problemlos Geld bei HDFC anheben. ICICI soll auch gehen.

Zweites Problem: Es gibt meist Abhebelimits von etwa 10.000 Rupien pro Transaktion. Du kannst in der Regel mehrere Abhebungen hintereinander vornehmen. Leider zahlst Du auch jedes Mal saftige Gebühren. Drittes Problem: Die Geldautomaten geben fast ausschließlich 1000-Rupien-Scheine aus – und niemand hat Wechselgeld. Gerade die ersten Tage können also ganz schön anstrengend werden, bis Du Dir einen Fundus an kleinen Scheinen aufgebaut hast.

Telefon & Internet

Telefonieren musste ich nie, und wenn, hätte ich es über WhatsApp machen können. In Indien nutzt gefühlt jede Teestube WhatsApp. Anfragen bei Dienstleistern werden per WhatsApp schneller beantwortet als per E-Mail.

Daten brauchst Du also schon, wenn Du alleine unterwegs bist. Allein schon für Maps oder Uber.

In Indien kannst Du Dir problemlos eine lokale SIM-Karte zulegen und für wenig Geld telefonieren und ein erhebliches Datenvolumen nutzen. Allerdings kommt es wohl öfter zu Problemen (ob echt oder absichtlich herbeigeführt) bei der Aktivierung der SIM-Karte.

Teurer, dafür schneller geht es mit einer eSIM. Ich hatte Airalo gebucht.

Mehr Delhi und Goldenes Dreieck …

Noch viel mehr Informationen zu Delhi findest Du bei Suzanne Wanders Delhi (englischsprachig).

Meine Reise durch das Goldene Dreieck:

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Kategorisiert als Indien

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