Ins nordöstliche Westbengalen kam ich zum Ende meiner Indienreise, die mich 2016 von Kerala über Kolkata nach Westbengalen und Sikkim führte. Von dort ging es weiter nach Bhutan.
Von Sikkim aus fährt man einfach bergab, um wieder nach Westbengalen zu kommen. Ist der Staat im Norden selbst noch bergig mit Blick auf imposante Gipfel, steigt man ziemlich schnell fast auf Meereshöhe ab – unser finales Ziel Jaldapara liegt nur 61 m über dem Meeresspiegel.
Kalimpong
Gerade waren wir noch in Sikkim gewesen, plötzlich fanden wir uns in Kalimpong wieder. Hier war endlich mal Zeit, sich etwas anderes als ein Koster anzusehen. Reiseleiter Jürgen nahm es großmütig auf sich, uns die Stadt zu zeigen. Einige Eindrücke:









Diese nette Familie winkte mich in ihren Laden und fing eine Unterhaltung an.

Unser genialer Reiseleiter Jürgen setzte derweil seine Führung fort, ohne darauf zu achten, was mit seiner Gruppe ist … Vielleicht hat er es auch absichtlich gemacht. Die Abneigung beruhte auf Gegenseitigkeit.

Wie an den meisten Orten der Reise blieben wir auch in Kalimpong nur eine Nacht. Schade, die Stadt hatte eine angenehme Atmosphäre. Netterweise hatte Nidup Irene und mir das beste Zimmer im Hotel zugeschustert … Das war der Blick beim Aufwachen.


Jaldapara
Unser letztes Ziel in Indien, zu erreichen über eine abermals lange Fahrt, war der Jaldapara National Park.

Hier kamen wir so um die Mittagszeit an. Das Mittagessen war nicht inkludiert, also bestellten wir alle à la carte im Restaurant des Hotels. Schmeckte gut.

Das Abendessen hingegen war im Reisepreis inbegriffen … und oh, mein Gott, war das schlecht. So furchtbar habe ich in Indien nirgendwo anders gegessen.
Jetzt schwante mir schon Schlimmstes für den nächsten Morgen. Denn Nidup hatte uns erzählt, das Frühstück im Hotel sei nicht so toll, deshalb würde er aus Kalimpong noch Gebäck mitnehmen. Naja, die Teile, die er da eingepackt hatte, waren leider auch nicht der Hit. Aber irgendwann lief einer von den Kellnern am Tisch vorbei und fragte „Sabji puri?“ So schnell habe ich die Hand noch nie gehoben. Curry am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

Zwischen den Mahlzeiten gab es noch eine Nachmittagssafari im Nationalpark. Ein etwas zu hoch gegriffener Ausdruck für ein bisschen Herumfahren und auf eine Aussichtsplattform steigen. Gesehen haben wir nix. Also, nix wirklich Wildes.





Und am nächsten Tag ging es weiter nach Bhutan. Leider ohne Nidup, der wahrscheinlich froh war, uns loszuwerden. In unserer Reisegruppe war schon eine merkwürdige Dynamik. Aber er musste sich um eine Teilnehmerin kümmern, die gestürzt war und sich verletzt hatte (Jürgen war das natürlich nicht zuzumuten). Sie verpasste die Tage in Bhutan, wurde dafür in Kalimpong ver- und umsorgt und wartete in Kolkata auf uns.