Monatsrückblick April 2026: Von Schnee bis Sonne

Von Schnee bis Sonne war diesen Monat wirklich alles dabei. So schön der Anblick von Schloss Neuschwanstein im Schnee im letzten Monat auch war, so sehr hing mir der Schnee dann doch zum Hals raus. Jetzt, am Ende des Monats, genieße ich die milden Temperaturen und die Sonne.

Der April war ein recht kunst- und bloglastiger Monat. Ansonsten war es eher ruhig. Abgesehen davon, dass ich mir an Ostern Magen-Darm einfing. Am Schoko-Osterhasen kann es nicht gelegen haben, denn ich hatte nur einen ganz kleinen.

Kunst und Kultur

Ostern (vor Magen-Darm) war ich in der Oper. Naja, nicht ganz. Im Marionettentheater waren wir. Dort wurde Don Giovanni aufgeführt – mit Musik vom Band und „echten“ Marionetten. Ich habe den Verdacht, dass als Don Giovanni die Puppe herhalten musste, die sonst den Hotzenplotz darstellt.

Die Inszenierung war echt cool. Im Laufe des Abends hatten unsere Gehirne die Marionetten bereits als echte Menschen/lebensgroß gespeichert, sodass der Mensch, der zum Schluss auftrat, absolut riesenhaft wirkte.

Zum gegenseitigen Erstaunen (und zur gegenseitigen Freude) habe ich dort eine meiner Teilnehmerinnen aus dem Coaching getroffen. Vor zehn Monaten haben wir uns zuletzt gesehen. Gut sah sie aus.

Im weiteren Verlauf des Monats hatte ich eine erneute Begegnung mit Don Giovanni. In Mozarts Geburtshaus gibt es neben mehreren Portäts auch verschiedene Dokumente, die sich auf seine Opern beziehen.

Abgesehen davon fand ich das Geburtshaus etwas dürftig. Insbesondere in Anbetracht des Eintrittspreises von 15 € hatte ich doch mehr erwartet.

Mitte des Monats machte ich einen Ausflug ins Franz-Marc-Museum in Kochel (mein 12 von 12 diesen Monat). Das Wetter war betrüblich, die Kunst erbaulich.

Besser war das Wetter, als ich in der Alexander-Tutsek-Stiftung die Ausstellung „Future Horizons.
Glas in der zeitgenössischen Kunst“ besuchte. So richtig habe ich mich mit Glaskunst noch gar nicht auseinandergesetzt (und von der Stiftung hatte ich auch noch nie gehört). Umso beeindruckender war die Ausstellung.

Ich hatte schon lange in einer Ausstellung nicht mehr so dringend das Bedürfnis, die Exponate anzufassen. Einfach nur, um herauszufinden, wie sie sich anfühlen.

Und natürlich: kein Spiegel ohne Selfie!

To AI or Not to AI

… that is the question.

In den letzten Wochen und Monaten habe ich ungefähr eine Million Newsletter bekommen, in denen entweder gewarnt wurde, dass KI das Bloggen demnächst völlig überflüssig macht, oder dass KI-generierter Content von Google abgestraft wird. Ja, was denn nun?

Es war mal wieder Zeit für einen Selbstversuch.

So richtig gut im Prompten bin ich nicht, das gleich vorneweg. Vielleicht ist das der Grund, warum ich das Ergebnis nicht so überzeugend fand. 😂 Jedenfalls habe ich mir von ChatGPT einen Blogartikel über das Bayern Ticket entwerfen lassen. Zielgruppe: amerikanische Touris. Mit dem Bayern Ticket und Bahnfahren generell kenne ich mich ja ganu gut aus, da kann ich problemlos die Qualitätskontrolle machen.

Gut fand ich: Es wurden tatsächlich alle relevanten Aspekte abgedeckt. Sachlich korrekt war es auch. ChatGPT hat mir nach dem Grobentwurf vorgeschlagen, eine optimierte Version für amerikanische bzw. britische Zielgruppen zu schreiben, und die Unterschiede erklärt.

Richtig gut fand ich: dass ich Keyword-Vorschläge und eine Metabeschreibung bekam. Denn gerade die Metabeschreibung bereitet mir regelmäßig Kopfschmerzen.

Weniger gut fand ich: Der Entwurf bestand fast nur aus bullet points. Das macht den Artikel zwar übersichtlich, aber die Informationen waren wirklich sehr knapp. Ein bisschen Kontext hätte in vielen Fällen nicht geschadet. Die ganzen Icons bei quasi jedem Stichpunkt fand ich ablenkend. Der Inhalt war zwar korrekt, aber tendenziell wischiwaschi. Gerade zum Abschluss eines jeden Abschnitts wurde häufig ein Satz reingemixt, der zwar locker klang, aber entweder keinen Wert hatte oder zu ungenau war.

Im Wesentlichen erfüllte der Artikel also alle Merkmale KI-generierter Texte.

Der größte Kracher war aber, dass das Bayern Ticket (nur Nahverkehrszüge) mit Bildern vom Railjet, dem österreichischen Fernverkehrszug, illustriert wurde. 🥴

Also habe ich dankbar die von ChatGPT vorgeschlagene Struktur als Grundgerüst genommen und den Artikel selbst detaillierter formuliert. Denn wir wollen ja hilfreichen Content für das Google-Ranking produzieren! 😉

Was auf dem Blog geschieht

In diesem Monat habe ich meine erste direkte Anfrage für eine vegetarische Food Tour bekommen. Und das völlig ohne Werbung! Ich fiel vor Glück fast vom Stuhl. Eine Buchung wurde dann leider nicht daraus, aber das klappt sicher beim nächsten Mal. 😁

Währenddessen entwickeln sich manche Klickzahlen in ganz unerwartete Richtungen.

Einen Anstieg von über 1000 % hatte ich nicht erwartet …

… ebenso wenig hätte ich erwartet, dass ich in den vergangenen drei Monaten die meisten Klicks für „Familienaufstellung Erfahrungsberichte“ bekommen hätte. Hier habe ich sogar eine CTR von 9 %?!?! Ist ja sehr erfreulich, aber andererseits habe ich doch einen Reiseblog, oder …?

Auf die letzten sieben Tage gesehen sind zum Glück wieder Reisethemen vorne. 😅 Für den Eintrittspreis in Ephesus bin ich seit zwei Jahren Dauerbrenner, und auch das Thema „wie man eine Reise plant“ läuft gut.

Was sonst noch los war

Am Schliersee war ich mal wieder. Es war ziemlich kalt, da der Winter ja nochmal ein Comeback feiern musste, aber auch sehr schön.

Und am Alpsee. Einfach schön, oder?

Eigentlich wollte ich noch an einen dritten See. Aber dann war der Monat plötzlich vorbei.


Schon wieder Schienenersatzverkehr, grrrrr … 🙄


Beim Housesitting habe ich diese attraktiv verwelkenden Tulpen entdeckt.

… in Ermangelung einer Leinwand vor dem Bildschirm abgelichtet. 😄


Überall blühen die Kirschen, so schön.

Und prompt wird mir bei Instagram ein Video ausgespielt, das erklärt, die Zierkirschen seien alle so überzüchtet, dass sie für Insekten keine Nahrung mehr bieten. 😭

Im April gebloggt

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